Feuer-Drama in Kult-Lokal „Unglaublich“: Brandursache scheint klar, Kölner Veedel reagiert

Nach dem Brand im Kult-Lokal „Em ahle Kohberg“ in Köln-Merheim scheint die Ursache der Katastrophe klar. Gastronom Magnus Thelen erreichen rührende Hilfsangebote.

Es riecht nicht mehr ganz so schlimm nach Feuer. Dafür blutet das Herz, wenn man an der Rüdigerstraße in Köln-Merheim am „Ahle Kohberg“ vorbeikommt. Bis ins Jahr 1665 reicht die Tradition des ältesten Wirtshauses auf der Schäl Sick in Köln zurück – in dieser Woche hätten die Flammen das Kult-Lokal beinahe aufgefressen.

Ein Bild des Grauens für Gastronom Magnus Thelen, der auch Tage nach der Katastrophe vom Dienstag (10. Mai) fassungslos vor der Brandruine steht. Ein Absperrband der Polizei flattert im Wind, ein Bauzaun trennt die Unglücksstelle vom übrigen Teil des urigen Biergartens.

Köln: Brandursache am „Ahle Kohberg“ scheint gefunden

„Die Brandermittler werden sich das noch einmal genau anschauen. Vermutlich war die Ursache ein defektes Kühlaggregat“, sagt der Pächter geknickt und zeigt EXPRESS.de das Ausmaß der Flammen. Die alte Linde lässt die Blätter hängen – sie wird wohl gerettet werden können. Geschmolzene Lampen, kaputte Bierschirme, das abgebrannte Lager mit Bierkästen: „Wir sind noch alle wie im Film.“

Blick auf die Brand-Ruine „Em Ahle Kohberg“ in Köln-Merheim.

Blick in den abgebrannten Schuppen am „Ahle Kohberg“.

Dennoch: Nach der Tragödie erlebte Thelen eine Welle der Hilfsbereitschaft. „Befreundete Gastronomen haben angerufen und wollen mich unterstützen. Zwei wollen mir Schirme leihen, ein anderer hat seine Gaststätte zur Verfügung gestellt. Damit ich dort auf meine Rechnung Gäste bewirten kann.“

Auch das Veedel hilft kräftig mit. „Es haben so viele angerufen, die beim Aufräumen helfen wollen. Noch ist aber alles abgesperrt.“ Ganz viel Hilfsbereitschaft, die Thelen jetzt zurückgeben möchte:

Abgebranntes Kühllager des „Ahle Kohberg“

Ein defektes Aggregat im Kühllager soll den Brand ausgelöst haben. Die abgebrannten Getränkekisten zeugen vom Unglück.

Damit die Gäste nicht auf die Brandstätte schauen müssen, will er den Bauzaun jetzt für den guten Zweck mit Bannern bestücken. „Mein Bruder ist Grafiker. Wir werden dort Werbung von karitativen Vereinen oder Sportvereinen aufhängen. Für das Veedel und für die Schäl Sick.“

Köln: Gastronom vom „Ahle Kohberg“ mit Bitte an das Veedel

Der Schaden ist noch nicht zu beziffern, die Hälfte seines Biergartens ist futsch – was hilft Thelen in diesen schweren Stunden. „Das Team“, sagt er. „Und dass trotzdem möglichst viele Menschen bei uns vorbeischauen.“

Deshalb will er an diesem Wochenende zu leicht geänderten Öffnungszeiten sein berühmtes Tor zum Biergarten wieder aufmachen. Die Merheimerinnen und Merheimer werden mit Sicherheit auf ein Kölsch vorbeikommen – und das kölsche Kult-Lokal nicht sterben lassen.

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