Köln – Diese „Kunden“ kamen nicht, um sich die Nägel machen zu lassen ... Razzia in Kölner Nagelstudios! Am Dienstag (1. Juni) nahm das Hauptzollamt fünf vietnamesische Studios im Stadtgebiet unter die Lupe. Das Ergebnis macht fassungslos.
- Zoll-Razzia in mehreren Kölner Stadtteilen
- Köln: Fahnder nehmen Nagelstudios ins Visier
- Sprecher des Kölner Hauptzollamtes zieht erste Bilanz
Razzia des Hauptzollamts Köln: Nagelstudios in mehreren Stadtteilen kontrolliert
Laut Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts Köln, waren die Fahnder in der Innenstadt, in Rodenkirchen, Ehrenfeld und Weiden im Einsatz. „Insgesamt wurden 18 Beschäftigte angetroffen – davon drei illegal Beschäftigte“, erklärt er. Die hätten zum Teil nicht mal ihre Pässe vorzeigen können.
Die Betroffenen wurden zur Identitätsfeststellung aufs Polizeipräsidium gebracht und mit Hilfe von Dolmetschern vernommen. Ahland stellt klar: „Unsere Ermittlungen richten sich gegen die Arbeitsgeber, die Drahtzieher dieser illegalen Beschäftigung.“
Razzia in Kölner Nagelstudios: „Arbeitskraft wird ausgebeutet“
Fakt ist: Die Mitarbeiter der Nagelstudios werden nicht versichert und mit weit weniger als dem Mindestlohn von 9,50 Euro abgespeist. „Arbeitskraft wird ausgebeutet, mehr ist das nicht“, sagt Ahland.
Durchsuchungen fanden nicht statt. Laut Ahland seien aber Unterlagen, wie Terminkalender und Lohnunterlagen, gesichtet worden.
Das Hauptzollamt Köln kontrollierte auch drei Nagelstudios in Siegburg. Dort wurden drei illegal beschäftigte Männer angetroffen – einer ist noch minderjährig, ein zweiter legte einen gefälschten Ausweis vor. „Zwei der drei Nagelstudios zahlen keinen Mindestlohn“, erklärt der Sprecher. (iri)


