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Nach der Koks-Razzia Restaurant des Mafia-Paten in Pulheim öffnet wieder

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Polizisten durchsuchen bei der Razzia das Restaurant in Pulheim-Geyen.

  • Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden gibt es rund 120 Personen in NRW, die der Mafia zugerechnet werden.
  • Das Rheinland hat sich immer mehr zu einem Aktionsraum entwickelt. Hier werden Geschäfte eingefädelt und gesteuert.
  • Mutmaßliche Mitglieder führen hier zumeist ein eher unauffälliges Leben und etablieren sich zum Beispiel als selbstständige Mittelständler und Gastronomen. So wie Luigi G. aus Pulheim-Geyen.
  • Nach außen deutet nichts auf seine dunklen Geschäfte hin. Jeder im Ort kennt ihn, den braven Familienvater mit zwei Kindern.

Köln/Pulheim – Die Verunsicherung ist groß in Pulheim-Geyen. Mitten unter den Dorfbewohnern lebte Luigi G. (45, Name geändert). Er wurde am Mittwoch verhaftet und soll der führende Kopf der Kokain-Mafia im Rheinland sein. Seine geschockte Ehefrau ahnte wohl nichts und wird nun das italienische Restaurant weiterführen.

120 Mafia-Mitglieder in ganz NRW

Der internationale Schlag gegen die italienischen Mitglieder der Kokain-Mafia mit 90 Festnahmen – er ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden gibt es rund 120 Personen in NRW, die der Mafia zugerechnet werden. Im Schutze ihrer Familien planen sie ihre Geschäfte.

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Geschäfte werden aus dem Rheinland gesteuert

Der Kölner Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker erklärt, was sich seit den 90er Jahren verändert hat. „Damals war das Rheinland ein Rückzugsgebiet für die Mitglieder der verschiedenen Mafia-Organisationen. Man hat sich hier im Schutze von Familienangehörigen aufgehalten, um dem Verfolgungsdruck in der Heimat zu entkommen. Doch heute ist das anders. Das Rheinland hat sich immer mehr zu einem Aktionsraum entwickelt. Hier werden Geschäfte eingefädelt und gesteuert.“

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Köln und das umliegende Rheinland gelten schon immer als Hochburg der italienischen Mafia.

Mafia-Mitglieder nutzen Familien als Schutz

Mutmaßliche Mitglieder führen hier zumeist ein eher unauffälliges Leben und etablieren sich zum Beispiel als selbstständige Mittelständler und Gastronomen. So wie Luigi G. aus Pulheim-Geyen. Der 45-Jährige soll eine führende Rolle beim europäischen Kokain-Handel spielen.

Ehefrau will Pulheimer Restaurant wieder eröffnen

Nach außen deutet nichts auf seine dunklen Geschäfte hin. Jeder im Ort kennt ihn, den braven Familienvater mit zwei Kindern. Im Ort selbst sind viele Menschen verunsichert. Bürgermeister Frank Kepppeler (CDU) wollte sich nicht zu dem Polizeieinsatz äußern. Wie EXPRESS erfuhr, will die Ehefrau das Restaurant erst einmal weiterführen. Es soll schon Donnerstagabend wieder öffnen. Nur Luigi G. wird vorläufig nicht den Gästen die Hände schütteln, wie er es sonst tat.

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Die Polizei setzte bei der Razzia auch Drogenspürhunde ein.

Mafia-Treffen auch in Wesselinger Pizzeria

Auch in die Kölner Gastro-Szene pflegte der 45-Jährige enge Beziehungen. Dort ahnten Landsleute, dass Luigi G. sein Geld auch außerhalb seiner Pizzeria verdient. „Ich weiß, dass er sich oft mit einigen vertrauten Landsleuten in einem Wesselinger Restaurant traf. Dort wurden Geschäfte besprochen“, so ein Italiener zum EXPRESS. Anders gesagt: Bei den Treffen handelte es sich um die Zusammenkunft der Mafia-Bosse, die im Rheinland  die Ableger der kalabrischen Clans der ´Ndrangheta bilden. Auch dieses Restaurant wurde durchsucht.

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