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„Ich habe gedacht, der ist tot“Plötzlich wird Urlaub für Kölnerin (27) zur Nebensache

Melina Völl (27, re.) und ihre Schwester Johanna (16): Im Urlaub in Albanien fanden sie zwei Straßenhunde, die sie jetzt retten möchten.

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Melina Völl (27, re.) und ihre Schwester Johanna (16): Im Urlaub in Albanien fanden sie zwei Straßenhunde, die sie jetzt retten möchten.

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Melina Völl (27) und ihre Schwester Johanna (16) wollten in Albanien nur Urlaub machen – dann entdeckten sie zwei Straßenhunde.

Ein reglos daliegender Hund am Straßenrand, offene, vereiterte Wunden, ein Geruch nach Verwesung – das war der Moment, der den Albanien-Urlaub von Melina Völl (27) und ihrer Schwester Johanna (16) veränderte.

Statt weiterzufahren, hielten sie an. „Ich habe gedacht, der ist tot“, erzählt Melina aus Köln-Sülz im Gespräch mit EXPRESS.de.

Im Urlaub schwerverletzte Hunde gefunden

Gemeinsam mit ihrer Schwester war Melina im August für sechs Tage in der Gegend um Tirana und Durrës unterwegs. Dort fanden sie den Hund, den sie später Luan tauften – albanisch für „der Tapfere“. Sie brachten ihn sofort in eine Tierklinik nach Tirana.

Dort zeigte sich, wie schlecht es um ihn stand: tiefe Bisswunden am Hals, dazu die Diagnosen Herzwürmer und Leishmaniose, eine schwere, durch Sandmücken übertragene Parasitenkrankheit.

„Der hat auch so schlimm gestunken, er hat nach Verwesung gerochen“, berichtet Melina. Ohne die spontane Rettung wäre der Hund vermutlich gestorben.

Nur zwei Tage später der nächste Schock: ein etwa drei Monate alter Welpe, den die Schwestern Ilya nannten. „Vermutlich wurde er von einem Auto angefahren“, so die 27‑Jährige. Ilya hat einen alten, schief verheilten Beinbruch. „In Albanien wollten die Ärzte das Bein direkt amputieren – und zwar bereits ab der Schulter.“

Die beiden albanischen Straßenhunde Ilya (li.) und Luna

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Die beiden albanischen Straßenhunde Ilya (li.) und Luna

Melina entschied sich stattdessen, die endgültige Untersuchung und Entscheidung über die Behandlung in Deutschland vornehmen zu lassen. Ein Termin in einer Tierklinik ist im Dezember vorgesehen.

Bis die Hunde nach Deutschland ausreisen dürfen, muss noch einiges geregelt werden.

Zudem müsse bei Hund Luan abgewartet werden, bis die Herzwurm-Behandlung abgeschlossen ist. Das könne laut Melina bis zu einem halben Jahr dauern. Auch eine nötige Wundnaht ist wegen seines geschwächten Zustands frühestens in rund vier Wochen möglich.

Die Behandlungskosten trägt Melina Völl bislang komplett selbst. Über die Spendenplattform GoFundMe sammelt sie deshalb weiter Geld – bislang kamen rund 1249 Euro von angestrebten 5000 Euro zusammen (Stand: Montag, 7. September, 13 Uhr).

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