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Kölns Millionen-DebakelOB Burmester bleibt dabei: „Ja – mit Ausrufezeichen“

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD)

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD)

Die Kölner Oper steht für ein Sanierungsdebakel. Der neue Kölner Oberbürgermeister sieht dennoch eine strahlende Zukunft für die Kulturstätte.

Der neue Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat den geplanten Eröffnungstermin der Oper Köln im September 2026 bekräftigt und zugleich einen Neustart für das umstrittene Kulturprojekt angekündigt.

„Ja – mit Ausrufezeichen“, sagte der 63-Jährige der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob die Oper nach der jahrelangen Sanierung wieder Strahlkraft entfalten werde. „Die Hamburger Elbphilharmonie war anfangs auch umstritten, heute ist sie eine der großen Attraktionen der Stadt. Die Kölner Oper wird eine vergleichbare Strahlkraft entwickeln.“

Wiedereröffnung war ursprünglich für 2015 geplant

Die Stadtgesellschaft werde das Haus annehmen, zeigte sich der OB überzeugt. Entscheidend sei, dass die Oper kein elitärer Ort bleibe. Geplant seien deshalb ein breites Eröffnungsprogramm und Formate, die sich ausdrücklich an alle Kölnerinnen und Kölner richteten, auch außerhalb des Opernhauses.

Zugleich räumte der Oberbürgermeister Fehler bei Planung und Umsetzung der Sanierung ein: „Die Oper hat durch Kostenexplosion und Bauverzögerung einen schweren Rucksack zu tragen.“ Die massiven Verzögerungen und Kostensteigerungen seien vor allem auf Managementprobleme zurückzuführen. Dennoch sei es richtig gewesen, an dem historischen Ensemble festzuhalten. Ein Abbruch oder Baustopp wäre aus heutiger Sicht keine Alternative gewesen.

Baukosten von 798 Millionen Euro

Die Oper habe nun auch eine besondere Verpflichtung, sagte der OB. Nach den Belastungen für die Stadt müsse sie künftig durch Qualität, Offenheit und internationale Beachtung überzeugen. Das Gebäudeensemble mit seiner hochmodernen Technik biete dafür nun beste Voraussetzungen. Der Abschluss der Bauarbeiten bis zum angekündigten Termin sei aus seiner Sicht realistisch.

Die Kölner Oper stammt von 1957, das Schauspielhaus von 1962. Das Gebäudeensemble wurde seit 2012 saniert. Wie sich herausstellte, war es nur mit großem Aufwand möglich, die historische Grundsubstanz zu erhalten und die Bauten des bedeutenden Architekten Wilhelm Riphahn (1889-1963) gleichzeitig den heutigen Sicherheitsbestimmungen und technischen Erfordernissen anzupassen. Zuletzt wurden die Baukosten mit 798 Millionen Euro beziffert. Ursprünglich war mit gut 250 Millionen Euro geplant worden, schon 2015 hätte die Oper wieder öffnen sollen. (dpa)

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