Die Kölner Hilfsarbeiten an den Fenstern der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind abgeschlossen. Derweil rückt ein wichtiges Datum näher.
Feuer in Notre-Dame 2019Vier Jahre später macht tolle Nachricht aus Köln die Runde

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Am 15. April 2019 war ein Großfeuer in der Kirche Notre-Dame in Paris ausgebrochen. Auch mehr als vier Jahre später ist die Kirche noch nicht komplett wiederhergestellt.

Der 15. April 2019 bleibt nicht nur in Paris unvergessen. In der historischen Kathedrale Notre-Dame (Teil des Unesco-Weltkulturerbes) brach ein Großbrand aus, der die Kirche teilweise zerstörte. Erst in den Morgenstunden des 16. April teilte die Feuerwehr mit, dass das Feuer vollständig gelöscht sei.
Gut viereinhalb Jahre später läuft die Restaurierung vieler Einzelstücke noch, vier Fenster aus dem südlichen Obergaden des Langhauses von Notre-Dame waren 2022 zur Aufarbeitung in die Glasrestaurierungswerkstatt der Kölner Dombauhütte gebracht worden.
Nach Großbrand in Notre-Dame: Kölner Hilfsarbeiten sind abgeschlossen
Und: Jetzt machen gute Nachrichten die Runde. Wie am Freitag (21. Juli 2023) bekannt wurde, sind die Arbeiten an den Fenstern mittlerweile abgeschlossen. Am Mittwoch (19. Juli 2023) konnten die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Dombaumeister Peter Füssenich in Paris die Arbeiten offiziell abnehmen lassen.
Die 1965 vom französischen Glasmaler, Grafiker und Kupferstecher Jacques Le Chevallier geschaffenen Fenster waren beim Brand 2019 in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie waren durch Bleistaub kontaminiert und mussten für die Sicherungsarbeiten an der Kathedrale ausgebaut werden.

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Fast eineinhalb Jahre nahmen die Arbeiten in Köln in Anspruch. Hier Glasrestauratorin Wiebke Schneppel bei der Schadenskartierung.
In Köln wurden die Fenster zunächst gereinigt und eine bildliche Dokumentation der einzelnen Fensterpaneele für die notwendige Schadens- und Maßnahmenkartierung erstellt.
„Nach diesen vorbereitenden Arbeiten wurde die eigentliche Restaurierung der Fenster durchgeführt“, heißt es von der Dombauhütte. Diese umfasste die Oberflächenreinigung der Scheiben, das Kleben von Sprüngen im Glas, das Löten von Brüchen im Bleinetz und die Erneuerung der Randbleie. Anschließend wurden die Fensterpaneele an der Außenseite neu verkittet.
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Beim Besuch in Paris in dieser Woche wurden die Fenster wieder eingesetzt. Die Kölner Dombauhütte wurde dabei von ihren Kooperationspartnern unterstützt.
Dombaumeister Peter Füssenich freut sich über den Abschluss der Arbeiten. „„Es war für uns eine ganz besondere Ehre, dabei mitzuhelfen zu dürfen, dass die Kathedrale von Paris bald wieder erstrahlen kann.“ Und: „Unser Eindruck war, dass die französische Bauleitung mit dem Ergebnis sehr zufrieden war.“
Während man sich in Köln wieder den Fenstern des Doms widmen kann, rückt in Paris ein besonderer Tag näher: Ende 2024 soll die Kathedrale Notre-Dame wieder für Gottesdienste und Besichtigungen geöffnet werden.
