Die Kölnerin Natalie Dedreux ist neue Botschafterin von Mattel. Die US-Firma hat die erste Barbie-Puppe mit Down-Syndrom auf den Markt gebracht.
Besondere BotschaftBild von Kölnerin (25) mit neuer Barbie soll um die Welt gehen

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Die Kölner Aktivistin Natalie Dedreux ist Botschafterin für die neue Barbie-Puppe mit Down-Syndrom.

Barbie ist ein Spielzeugklassiker – etwa eine Milliarde Puppen sollen seit den 1950er-Jahren weltweit verkauft worden sein. Aber: Hersteller-Firma Mattel steckt regelmäßig Kritik ein, denn mit Wespentaille, blonder Mähne und Model-Beinen wirken die meisten Barbie-Puppen wie der Versuch, die optisch perfekte Frau darzustellen.
Deswegen geht Mattel schon länger neue Wege: Es gibt Barbie in dick, mit Kopftuch, dunkelhäutig oder sogar an echte Frauen der Weltgeschichte angelehnt – und jetzt auch mit Down-Syndrom!
Barbie mit Down-Syndrom auf dem Markt: Kölnerin als Botschafterin
Am Dienstag (25. April 2023) hat Mattel die neue Barbie offiziell vorgestellt, und das mit tatkräftiger Unterstützung aus Köln. Denn Werbebotschafterin für den deutschen Markt ist die Kölnerin Natalie Dedreux. Die 25-Jährige ist Aktivistin, Journalistin und Bloggerin, wurde unter anderem durch ihr Buch „Mein Leben ist doch cool“ bekannt.
„Ich finde es deswegen wichtig, dass es Barbie-Puppen mit Down-Syndrom gibt, weil man Menschen mit Down-Syndrom so sichtbarer macht. Dann merkt und sieht die Gesellschaft, dass sowas auch cool ist“, erklärt Dedreux ihr Engagement als Botschafterin.
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Auf Instagram folgen Dedreux etwa 15.000 Menschen. Sie will das Down-Syndrom positiver darstellen und Verständnis wecken. Gleichzeitig setzt sie sich aber auch entschieden gegen die Spätabtreibung von Ungeborenen mit Down-Syndrom ein.
Um sicherzustellen, dass sich Menschen mit Down-Syndrom mit dem Design der Puppe identifizieren, hat Mattel eng mit der National Down Syndrome Society (NDSS) zusammengearbeitet. So wurden viele Details verarbeitet, die dem Thema gerecht werden sollen.

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So sieht sie aus, die Barbie mit Down-Syndrom: Unter anderem trägt sie Orthesen an den Beinen.
Unter anderem hat die Puppe einen kleineren Körper, besitzt jedoch einen längeren Rumpf. Das Gesicht ist runder, hat kleinere Ohren und einen flachen Nasenrücken, die mandelförmigen Augen liegen leicht schräg. Die Handflächen der Puppe weisen eine Vierfingerfurche auf – ein Merkmal, das mit Menschen mit Down-Syndrom in Verbindung gebracht wird.
Auch die Kleidung wurde entsprechend angepasst, unter anderem mit Orthesen am Bein (benötigen viele Menschen mit Down-Syndrom) oder einer Halskette mit drei Pfeilen (Symbol der Down-Syndrom-Gemeinschaft).
„Unser Ziel ist es, allen Kindern zu ermöglichen, sich selbst in einer Barbie wiederzufinden“, erklärt Lisa McKnight, Executive Vice President bei Mattel das Engagement der Firma. „Gleichzeitig möchten wir sie ermutigen, mit Puppen zu spielen, die nicht so aussehen wie sie selbst. Das Spielen mit Puppen, die nicht der eigenen Lebenserfahrung entsprechen, kann Verständnis wecken und mehr Empathie fördern – was schließlich zu einer toleranten Gesellschaft führt.“
