Köln und NRW droht am Montag (2. Februar 2026) ein Verkehrschaos. Grund ist ein Warnstreik der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr.
Mega-Streik auch in KölnÖffentlicher Nahverkehr wird „zum Erliegen kommen“

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu einem Streik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Montag (2. Februar 2026) bundesweit zu Streiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen, wie Verdi am Freitag in Berlin mitteilte. Es sei davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der öffentliche Nahverkehr „zum Erliegen kommt“.
Zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen sind auch die Beschäftigten der KVB, SWB und wupsi in Köln, Bonn und Leverkusen. Der Warnstreik beginnt am 2.2.2026 um 3:00 Uhr und endet voraussichtlich am 3.2.2026, 3:00 Uhr. In dieser Zeit ist mit Ausfällen im Bus- und Bahnverkehr zu rechnen. Regional- sowie S-Bahnen sind nicht von den Streikmaßnahmen betroffen.
„Die Arbeitsbelastung ist in vielen Bereichen kaum noch zu bewältigen“, sagt Frank Michael Munkler, ver.di Gewerkschaftssekretär. „Es braucht spürbare Verbesserungen um einen zukunftsfesten ÖPNV zu bekommen.“ „Das geht aber nur gemeinsam mit den Arbeitgebern, die bisher nicht einmal ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. Sie drohen aber mit Gegenforderungen und Verschlechterungen“, ergänzt der ver.di Bezirksgeschäftsführer Tjark Sauer.
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW), die am 21. Januar 2026 in erster Verhandlungsrunde in Köln ergebnislos verliefen. (red, afp)

