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Startschuss gefallen Linie 17 mit neuem Fahrtweg – Menschen in Kölner Nachbarstadt jubeln

Menschen laufen über die Zülpicher Straße.

Ähnlich wie hier an der Zülpicher Straße am 10. Januar 2023 könnten auch Menschen in Niederkassel in einigen Jahren in Stadtbahnen einsteigen.

Vor den Toren Kölns liegt die 40.000-Seelen-Stadt Niederkassel. Die Menschen hatten bislang keine Möglichkeit, in ihrer Heimat in eine Stadtbahn zu steigen. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern.

Es wird immer konkreter: Die Stadtbahnlinie 17 wird in den nächsten Jahren einen anderen, deutlich längeren Weg zurücklegen als bislang. Denn die Bahnen sollen dann die beiden großen Städte Köln und Bonn verbinden – und das über Haltestationen in Niederkassel.

Für die Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis ist das ein wahrer Grund zum Jubeln. Denn die 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner hatten bislang noch keine Möglichkeit, in ihrer Heimat in eine Stadtbahn einzusteigen.

Von Köln über neue Rheinbrücke bis Bonn: Der neue Weg der Linie 17

Für das Großprojekt ist allerdings noch einiges an Planung und Zeit notwendig. Ein weiterer großer Schritt ist jedoch am Donnerstag (13. Januar 2023) gegangen worden, als NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer dem Niederkasseler Bürgermeister Stephan Vehreschild einen Förderbescheid des Landes über 5,2 Millionen Euro übergab und dabei auch humoristisches Talent bewies:

„Was verbindet Niederkassel mit der isländischen Hauptstadt Reykjavík?“, fragte der Grünen-Politiker. Die Antwort: „Beide Städte sind bislang nicht an den Schienenpersonenverkehr angeschlossen.“ In Niederkassel soll sich dies aber in den kommenden Jahren ändern.

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Die Linie 17 soll dann nämlich von Köln-Godorf aus über eine noch zu bauende Brücke über den Rhein über die Stadtteile Niederkassels nach Bonn führen. Krischer sagt: „Nur durch mehr solcher regionalen Vorhaben überzeugen wir die Menschen, ihr Auto ohne Komforteinbußen stehenzulassen und auf die Bahn umzusteigen. Der Schienenausbau ist ein zentraler Baustein für den Klimaschutz – deshalb will die Landesregierung den ÖPNV deutlich stärken.“

Neue Rheinbrücke von Köln nach Niederkassel: Projekt kostet 510 Millionen Euro

Das Projekt soll, aktueller Prognosen nach, rund 510 Millionen Euro kosten. Erste Abschnitte sollen bis 2030 realisiert werden. Krischer wolle das komplette Projekt „in deutlich weniger als 20 Jahren hinbekommen“.

Sebastian Schuster (Landrat des Rhein-Sieg-Kreises), Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Ascan Egerer (Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln), Oliver Krischer (Umwelt- und Verkehrsminister), Stephan Vehreschild (Bürgermeister der Stadt Niederkassel, Norbert Reinkober (Geschäftsführer „go.Rheinland“) bei der Übergabe des Förderbescheids.

NRW-Verkehsminister Oliver Krischer (3.v.r.) übergab den Vertreterinnen und Vertretern der am Projekt beteiligten Kommunen, unter anderem Niederkassel Bürgermeister Stephan Vehreschild (2.v.r.) am Donnerstag (12. Januar 2023) in Niederkassel für die Planungskosten einen Förderbescheid über rund 5,2 Millionen Euro.

Niederkassels Bürgermeister Vehreschild kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Die Stadtbahn ist ein mit nichts zu vergleichender Schritt in Bezug auf Mobilität und ökologischer Verkehrsentwicklung. Besonders für die Stadt Niederkassel, als verbindende Kommune zwischen Köln und Bonn, ist eine Anbindung als Lückenschluss des ÖPNV im Schienennetz von elementarer Bedeutung.“

Die offensichtliche Zustimmung in der gesamten Bevölkerung und Politik zeige, wie sehnlichst auf die Stadtbahn gewartet werde. Zwar gibt es in der Stadt auch einen kleinen Teil von Menschen, die sich mit Plakaten und Demonstrationen gegen den Bau einer neuen Rheinbrücke positionieren, aber der Zuspruch des Großteils ist deutlich spürbarer.

Stadtbahnen in Köln: Auch Linie 7 soll verlängert werden

Zur Neuausrichtung der Linie 17 gehört in dem Zuge dann auch der Ausbau der Linie 7, die bislang in Zündorf endet. Sie soll bis Langel weitergeführt werden und dort mit der Linie 17 zusammenlaufen. Bislang ist die Linie 17 nur zwischen den Stationen Sürth Bahnhof und Severinstraße unterwegs – bei einer Fahrzeit von knapp 15 Minuten.

Diese wird in einigen Jahren mit dem Ausbau deutlich länger – und die Menschen in Niederkassel sind denen in der isländischen Hauptstadt dann etwas voraus.

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