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Ehe-Drama bei KölnFrau (†63) mit Hantelstange getötet – klare Ankündigung zum Prozess-Start

Blick von oben auf das Land- und Amtsgericht in Köln. Daneben ist auch das Unicenter zu sehen.

Copyright: Michael Bause

Am Kölner Landgericht (l.), hier ein Foto aus dem August 2021, startet am Donnerstag (22. Dezember 2022) ein spektakulärer Prozess wegen Totschlags.

Aktualisiert:

In Köln ist am Donnerstag (22. Dezember) ein Prozess wegen Totschlags gestartet. Angeklagt ist ein Mann aus Lindlar.

Es ist einer der schlimmsten Kriminalfälle im Kölner Umland im Jahr 2022. Am Donnerstag (22. Dezember 2022) hat nun der dazugehörige Prozess begonnen.

Der Angeklagte: ein 64-jähriger Mann aus Lindlar (Oberbergischer Kreis). Der Vorwurf: Totschlag. Der Mann soll im März diesen Jahres seine 63 Jahre alte Frau getötet haben. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft an, dass die Frau sich von ihrem Mann trennen wollte. So jedenfalls steht es in der Anklageschrift.

Prozess in Köln: Mann soll seine Ehefrau mit einer Hantelstange getötet haben

Am Tattag, dem 20. März, soll es in der Wohnung des Paares zur dramatischen Tat gekommen sein. Mit einer Hantelstange soll der Tatverdächtige fünfmal auf den Kopf seiner Partnerin geschlagen haben. Als der Notarzt eintraf, war die Frau noch am Leben, starb aber später in einer Kölner Klinik.

Nur kurz darauf, am späten Nachmittag, hatte der Angeklagte in seinem Porsche Cayenne einen schweren Unfall an der Kölner Straße in Lindlar gebaut.

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Mit weit überhöhter Geschwindigkeit war das Auto gegen einen Baum geprallt, der Porsche komplett zerstört. Trotz schwerer Verletzungen überlebte der Mann. Alles sieht nach einem gescheiterten Selbstmordversuch aus.

Noch am Krankenbett erhielt der Tatverdächtige den Haftbefehl

Wenige Tage später, der damals 63-Jährige war gerade außer Lebensgefahr, überreichte ihm der Haftrichter am Krankenbett den Haftbefehl, wegen „dringenden Tatverdachts auf Totschlag“.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann in schuldvermindertem Zustand handelte. Nach seiner Festnahme war der 64-Jährige für einige Monate in einer Psychiatrie untergebracht, befindet sich seit November jedoch in Untersuchungshaft in der JVA Köln.

Am ersten Tag der Verhandlung äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. Allerdings kündigte seine Verteidigerin, dass er das im Laufe des Prozesses tun werde.

Für den Prozess am Landgericht in Köln sind sieben Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil wird Anfang Februar 2023 erwartet. Kommt es zu einer Verurteilung, drohen dem Mann zwischen fünf und 15 Jahren Haft. Nur in besonders schweren Fällen kann bei Totschlag eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt werden. (tw)

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