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Laurenz CarréProminente Kölner Baustelle liegt auf Eis – nun der nächste Schock

Die Baustelle in der Kölner Innenstadt – viel gearbeitet wird am Laurenz Carré derzeit nicht.

Copyright: Martina Goyert

Die Baustelle in der Kölner Innenstadt am 16. Juli 2023 – viel gearbeitet wird am Laurenz Carré derzeit nicht.

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Auf der Baustelle des Laurenz Carrés in der Kölner Innenstadt geht derzeit nicht viel. Jetzt rückt der Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup immer mehr in den Fokus.

Die Bauarbeiten am Laurenz Carré in der Nachbarschaft des Kölner Doms liegen quasi auf Eis. Nun die nächste Hiobsbotschaft: Der Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup hat offenbar ein großes Geldproblem.

Ein weiterer großer Immobilienprojektentwickler in Deutschland ist laut „Wirtschaftswoche“ insolvent.

Kölner Baustelle neben dem Dom liegt auf Eis

Die Gerchgroup habe beim Amtsgericht Düsseldorf für mehrere Holdinggesellschaften Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Mittwoch (23. August 2023). Das Gericht habe dem Antrag stattgegeben.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft leidet unter gestiegenen Baupreisen in Kombination mit den stark gestiegenen Zinsen.

Ansicht eines Neubaus in der Kölner Innenstadt – das Laurenz Carré

Copyright: rendertaxi/Gerchgroup

So soll das Laurenz Carré nach der Fertigstellung aussehen.

Gerch ist laut „Wirtschaftswoche“ ein bundesweit agierender Projektentwickler, der auf den Bau von Büroimmobilien und Quartiere in deutschen Großstädten spezialisiert ist.

Die neun aktuellen Projektentwicklungen umfassen nach Angaben auf der Unternehmenshomepage ein Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro. Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem die Umnutzung eines ehemaligen Bahnareals in Augsburg, ein Wohn- und Behördenzentrum in Nürnberg und das Laurenz Carré, ein Gebäudeareal in der Kölner Innenstadt.

Laurenz Carré: Wie geht es auf der Baustelle weiter?

Die große Frage: Wie geht es nun mit den Bauarbeiten in der Innenstadt weiter? Aktuell tut sich auf der Baustelle nicht viel.

400 Millionen Euro soll die Umsetzung des Projektes kosten. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant. Ob der Plan so noch eingehalten werden kann, ist fraglich.

Das Laurenz Carré soll bei Fertigstellung über 33.000 Quadratmeter Fläche bieten. Unter anderem soll neuer Wohnraum entstehen. Auch Gewerbe wie Büros, Hotel, Einzelhandel und Gastronomie sind vorgesehen.

Gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärte Baudezernent Markus Greitemann: „Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt in absehbarer Zeit wieder Fahrt aufnimmt, denn bei dem Grundstück handelt es sich deutschlandweit um ein echtes Sahnestück.“

Unternehmen äußert sich: „Geschäftsbetrieb bei Gerch läuft uneingeschränkt weiter“

„Der Geschäftsbetrieb bei Gerch läuft uneingeschränkt weiter“, teilte das Unternehmen am Donnerstag (24. August) mit.

„Unser primäres Ziel ist es, trotz der derzeitigen Krise in der Baubranche alle Immobilienprojekte umzusetzen und am Markt zu platzieren“, erklärte Vorstandschef Mathias Düsterdick. Dazu sei ein umfassendes Sanierungs- und Restrukturierungsprogramm geplant.

Von dem Antrag auf Eigenverwaltung seien zunächst die Dachgesellschaften Gerchgroup, Gerch Development, Marathon Beteiligungsgesellschaft und Gerch Beteiligungen, nicht aber die einzelnen Immobilien-Projektgesellschaften von Gerch betroffen. (mit afp/dpa)

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