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„Hatten 100 schlaflose Nächte“Lanxess-Arena-Chef Löcher über die Folgen des Helene-Fischer-Unfalls

Helene Fischer steht beim Konzert auf der Bühne.

Helene Fischer (hier beim Konzert am 1. Oktober 2022) muss wegen einer Rippenfraktur eine Zwangspause einlegen und ihren Tourstart verschieben.

Ein Sturz bei den Proben zur Tour hatte für Helene Fischer schlimme Folgen. Die Schlagersängerin zog sich eine Rippenfraktur zu, weshalb sie auch vorerst nicht in der Kölner Lanxess-Arena auftreten kann.

von Marcel Schwamborn (msw)

Die Nachricht, dass der Tour-Auftakt von Helene Fischer (38) aufgrund ihres Sturzes bei den Proben verschoben werden muss, war auch für die Verantwortlichen der Kölner Lanxess-Arena ein Schock. Vom 25. März bis 2. April sollte die Schlagerkönigin an insgesamt sieben Abenden (inklusive einer Sponsoren-Show) auf der Bühne stehen.

Die Rippenfraktur macht dies nun unmöglich. Rund 110.000 Menschen wurden in Deutz erwartet, die Verschiebungen sind nicht nur ein logistischer und kostspieliger Kraftakt. Auch in der Hotellerie und Gastronomie wird sich das bemerkbar machen.

Lanxess-Arena: Neue Termine für Helene Fischer ab 25. August

Ob die „Rausch live“-Tour wirklich wie nun geplant am 11. April – nur drei Wochen nach dem Unfall – in Hamburg starten kann, steht angesichts der schmerzhaften Verletzung auch noch in den Sternen.

Alles zum Thema Helene Fischer

Die Kölner Konzerte steigen jetzt vom 25. August bis 2. September in der Arena. EXPRESS.de sprach mit Geschäftsführer Stefan Löcher (51) über den Wirbel um Helene Fischer.

Lanxess-Arena-Chef Stefan Löcher bei einem Empfang.

Lanxess-Arena-Chef Stefan Löcher (hier am 31. August 2022) muss jetzt einige Termine umdisponieren.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie von der Verletzung erfahren haben? Stefan Löcher: Das ist natürlich traurig für alle Fans, die sich schon seit Monaten auf die Konzerte gefreut haben. Ich selbst war auch schon sehr gespannt, weil ich eine Show der Superlative erwartet habe. Aber in erster Linie bin ich froh, dass die Auftritte nur verschoben und nicht abgesagt worden sind. Wir waren an allen Abenden nahezu ausverkauft.

Wie schwierig war es, Ersatz-Termine zu finden? Stefan Löcher: Solch ein Konzert-Marathon ist nicht so leicht im Jahreskalender zu platzieren. Ich denke, dass die neuen Termine auch attraktiv sind. Sie liegen nach den Sommerferien, es sind zwei Wochenenden dabei. Bis auf das Konzert des Deutsch-Rappers Shindy, das für den 1. September geplant war, müssen wir nichts umdisponieren.

25 Jahre Lanxess-Arena

Hinter den Kulissen des Kölner Event-Tempels

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Wie läuft das konkret für die Fans ab? Stefan Löcher: Für jedes Konzert gibt es einen Ersatztermin. So etwas haben wir auch schon mal bei der „Lachenden Kölnarena“ erlebt, als wir wegen Corona 16 Vorstellungen schieben mussten. Grundsätzlich bleibt jedes Ticket, ohne dass man etwas tun muss, für den neuen Termin gültig. Um die weiteren Details kümmern sich die einzelnen Vorverkaufsstellen. Sollte jemand beim Ersatztermin verhindert sein, werden sich auch da Lösungen finden.

Die Nachholtermine in Köln

  • Fr., 25. August 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 2. April 2023
  • Sa., 26. August 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 25. März 2023
  • So., 27. August 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 26. März 2023
  • Mi., 30. August 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 29. März 2023
  • Fr., 1. September 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 31. März 2023
  • Sa., 2. September 2023: Hierfür gelten die Tickets vom 1. April 2023

Einziger „Gewinner“ sind die Kölner Haie, die ihr Playoff-Spiel am Sonntag nun doch in Köln absolvieren können. Stefan Löcher: Wegen dieser Partie hatte ich 100 schlaflose Nächte. Wir hatten so viele Sitzungen, haben alle Alternativen geprüft. Jetzt können die Haie doch hier spielen.

Nehmen Sie hier an unserer EXPRESS.de-Umfrage teil:

In den sozialen Netzwerken wurden Sie wegen der Verlegung nach Krefeld teilweise angefeindet. Stefan Löcher: Es war und ist für uns unfassbar schwierig, 24 theoretische Spieltage zu blocken. Eishockey ist für uns ein wichtiger emotionaler Faktor. Aber aus privatwirtschaftlicher Sicht brauchen wir Konzerte und große Tourneen.

Wie denken Sie über die Kritik an der waghalsigen Show von Helene Fischer, die ihr nun zum Verhängnis geworden ist? Stefan Löcher: Wenn es eine Künstlerin gibt, zu der so etwas gehört, dann ist sie es. Die Menschen lieben ihre Shows, das ist auch ihr eigener Anspruch. Zu jedem Star passt eine andere Art der Präsentation. Roland Kaiser bewegt sich deutlich weniger auf der Bühne, begeistert aber auch enorm. Bei Helene Fischer ist das Gesamtpaket ein Spektakel, auf das wir jetzt leider noch etwas länger warten müssen.