Die Berliner Chicken-Kette sollte längst in Köln eröffnet haben. Was hinter der Verzögerung steckt.
„Wir haben Probleme gehabt“Kölns Chicken-Hype immer noch nicht offen

Copyright: Matthias Trzeciak
Blick in die „Nha's City Chicken“-Filiale auf der Breite Straße in Köln. Der Tresen steht bereits. Die Eröffnung soll eigentlich im Juli sein.

Eigentlich sollte in Köln die Filiale von „Nha's City Chicken“ (NCC) auf der Breite Straße längst eröffnet haben. Doch statt Grand Opening herrscht dort noch immer Funkstille hinter Folie.
Die kleine Kette ist vor allem bei jungen Leuten ein echter Hype – auf TikTok und Instagram wird jedes Detail zur Eröffnung diskutiert, bekannte Food-Blogger pilgern zu den drei Berliner Filialen.
„Nha's City Chicken“ in Köln: Eröffnung soll im Juli sein
Die Scheiben waren schon damals mit Folie beklebt, „Opening soon“ stand darauf. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.
Jetzt, sieben Monate später, ist der Chicken-Traum für viele Kölner Fans noch immer nur das: ein Traum.
Im April meldete sich Omar Nhas, der das Unternehmen nach eigenen Angaben führt, mit einem Instagram-Video zu Wort – und startete mit einem fiesen Scherz: „Ich habe eine schlechte Nachricht für euch: Wir werden Köln nicht öffnen“, sagte er zunächst, um dann selbst aufzulösen: „Haha, reingefallen!“

Copyright: Matthias Trzeciak
Die „Nha's City Chicken“-Filiale auf der Breite Straße
Danach wurde er ernst. „Ich habe sehr viele Nachrichten bekommen bezüglich des Standorts in Köln“, erklärte Nhas. „Ich muss mein Schweigen brechen.“ Der Grund für die lange Funkstille: „Wir haben Probleme gehabt, wir haben Verzögerungen gehabt. Wir haben diese lösen können, was uns sehr viel Geld gekostet hat.“ Welche Probleme das konkret waren, sagt Nhas nicht.
Dafür nannte Nhas im April ein klares Versprechen: „Spätestens im Juli“ solle der Kölner Store eröffnen. „Daran könnt ihr mich jetzt festnageln.“
Ob der Juli-Termin wirklich zu halten ist? EXPRESS.de konnte am Dienstag (14. Juli) kurz einen Blick in das Innere der Köln-Filiale werfen. Der Tresenbereich wirkt fast fertig, auch Stühle und Tische stehen bereits. „Es gibt aber noch sehr viel zu tun“, sagt eine Arbeiterin auf Nachfrage.
Für Fans der Marke, die 1993 im Libanon gegründet wurde und 1996 durch den Onkel des heutigen Betreibers nach Berlin kam, heißt es also weiter: Geduld haben.
