Kölner MieterinPia (42) lebte mit Sohn drei Jahre auf Baustelle – EXPRESS-Bericht bringt Erlösung

Eine Frau steht in einer Baustelle.

Die Kölnerin Pia Pamela Kagelmacher, hier im November 2022 in ihrem zerstörten Badezimmer. Für sie und ihren Sohn geht es endlich bergauf.

Für die Kölnerin Pia Pamela Kagelmacher (42) und ihren Sohn (10) ist die dreijährige Leidenszeit vorbei. Nach einem Wasserrohrbruch im Jahr 2020 war ihre Wohnung in der Südstadt unbewohnbar geworden. Jetzt bekommt sie die ersehnte Hilfe.

Die Freude bei Pia Pamela Kagelmacher und ihrem Sohn ist riesig. Die Wohnung der Kölnerin an der Straße im Ferkulum ist seit drei Jahren eine große Baustelle. Das Badezimmer wurde komplett herausgerissen, lange Zeit musste sie ohne Warmwasser und Heizung leben.

Zwischenzeitlich hat sie bei Bekannten gelebt oder in der Wohnung ausgeharrt. Seit Kurzem lebt sie in einer Unterkunft, die sie vom Jugendamt zugewiesen bekommen hatte.

Köln: Mieterin lebte drei Jahre in Baustelle und bekommt nach Bericht von EXPRESS.de Hilfe

EXPRESS.de hatte bereits 2020 und im Dezember 2022 über ihre Situation berichtet. Auf unseren Bericht hat sich eine hilfsbereite Kölnerin gemeldet.

Sie wusste: „Bei uns im Haus im Sürther Feld hat es diesen Monat einen Auszug aus einer sehr preisgünstigen Zweizimmerwohnung gegeben.“ Die Kölnerin vermittelte auch einen Draht zur Diakonie Michaelshoven. EXPRESS.de stellte den Kontakt zu Frau Kagelmacher her.

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Und siehe da! Wie die alleinerziehende Mutter berichtet, kann sie zum 1. Februar in die Wohnung in Rodenkirchen einziehen. „Ich bin so glücklich. Vielen Dank an EXPRESS, an die Diakonie und natürlich an die Frau, die sich auf den Artikel gemeldet hat“, sagt Pia Pamela Kagelmacher.

Mit ihrem bisherigen Vermieter hat sie eigenen Angaben zufolge einen Vergleich geschlossen und sich auf eine Abstandzahlung geeinigt. Wie viel, sei Privatsache, sagt sie. Das Geld könne sie jetzt aber für die neue Wohnung gut gebrauchen.

Auf Anfrage von EXPRESS.de erklärt Claudia Velten aus der Immobilienverwaltung der Diakonie Michaleshoven: „Wir haben zusammen die Wohnung besichtigt und Frau Kagelmacher war total aufgelöst vor Freude. Sie ist sehr sympathisch und kann hier jetzt mal zur Ruhe kommen.“ Den Mietvertrag habe sie bereits in die Post gegeben.

Für Pia Pamela Kagelmacher und ihren Sohn beginnt jetzt eine neue Zeit. „Nach dem ganzen Stress können wir jetzt nach vorne schauen. Die neue Wohnung ist auch in der Nähe der weiterführenden Schule meines Sohnes und er bekommt auch sein eigenes Zimmer. Wie wichtig die Privatsphäre ist, merkt man erst, wenn man sie nicht mehr hat. Ich habe auch schon die Zusage des Jobcenters“, berichtet sie.

Wie es dann für sie weitergehen soll, erklärt die Kölnerin so: „Ich habe eine Teilzeitstelle in Aussicht und möchte wieder in Vollzeit arbeiten gehen. Jetzt kann ich mich endlich wieder um normale Sachen im Leben kümmern. Die letzten drei Jahre waren echt die Hölle für uns. Das ist jetzt aber endlich vorbei.“