Kölner ZoobrückeMit 184 km/h in die Blitzer-Falle

Die Blitzer auf der Zoobrücke lösen im Schnitt 275 Mal täglich aus.

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Die Blitzer auf der Zoobrücke lösen im Schnitt 275 Mal täglich aus.

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Die neuen Blitzer auf der Zoobrücke schlagen 275 Mal täglich zu, ein Raser wurde sogar mit irren 184 km/h erwischt.

Seit Februar wird auf der Kölner Zoobrücke wieder scharf geblitzt – mit heftiger Bilanz. Ein Raser wurde mit irrem Tempo erwischt, nun muss die Politik entscheiden, wie es weitergeht.

Seit die neuen Blitzer auf der Zoobrücke Anfang Februar installiert wurden, hat sich die Anzahl der Tempoüberschreitungen um beinahe 22 Prozent verringert. Momentan registrieren die Anlagen in beide Richtungen kombiniert 275 Verstöße täglich, zu Beginn waren es 352. Diese Information stammt von der Stadt, mit Datenstand vom 16. September.

Probephase kostete 110.000 Euro

Der Testlauf war ein voller Erfolg, so ein Sprecher der Stadt. Jetzt ist die Politik am Zug: Sollen die Blitzer bleiben? Gekauft oder nur gemietet werden? Eine Vorlage dazu soll es Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres geben, dann wird entschieden.

Die Ausgaben für die Testphase hatte die Verwaltung in der Vergangenheit auf rund 110.000 Euro beziffert. Da es auf der Zoobrücke laut Stadt an der nötigen Strominfrastruktur mangelt, werden die beiden Kontrollgeräte mit Brennstoffzellen versorgt.

Der schnellste Fahrer Richtung Nippes wurde mit 163 Kilometern pro Stunde (km/h) gemessen, jedes 203. Fahrzeug löste hier aus. In die Gegenrichtung lag der negative Höchstwert bei 184 km/h, dort wurde jedes 216. Fahrzeug erfasst. Die Konsequenzen für die beiden Raser waren laut Stadt empfindlich: 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Seit Oktober 2023 gilt Tempo 50

Insgesamt wurden 66.352 von 13,87 Millionen überprüften Fahrzeugen als zu schnell registriert. Das ergibt eine Quote von 0,48 Prozent.

Seit dem 1. Oktober 2023 gilt auf der Zoobrücke eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 statt 80. Kurz darauf stellte sich heraus, dass die Stadt dieses neue Limit gar nicht durchsetzen konnte. Die Blitzer waren teilweise seit dem Jahr 2014 außer Betrieb.

Die defekten Anlagen sorgten bundesweit für Hohn und Spott, unter anderem berichtete das Satire-TV-Magazin „extra 3“ mit den Worten: „Realer Irrsinn: Kaputte Blitzer auf Kölner Zoobrücke“. (red)