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Spektakuläre BilderKölner Zoo jubelt über Nachwuchs bei kaum bekannter Art

Ein „Natalias Nackenstachler“ steckt sein winziges Köpfchen aus seinem Ei.

Copyright: Kölner Zoo

Ein „Natalias Nackenstachler“ steckt sein winziges Köpfchen aus seinem Ei. Er wurde im Kölner Zoo geboren. 

Aktualisiert

Große Freude im Kölner Zoo! Bei einer gefährdeten und kaum bekannten Art gab es nun einen Zuchterfolg. 

Habt ihr schon einmal etwas von „Natalias Nackenstachler“ gehört? Nein, dabei handelt es sich nicht um eine ausgefallene Bewegung einer tollen Tänzerin. Tatsächlich handelt es sich um eine rund 40 Zentimeter große Reptilienart. 

Wer noch nie von dieser gehört hat, ist allerdings nicht allein, denn Natalias Nackenstachler gehören zu einer kaum bekannten Agamenart. Umso größer ist die Freude im Kölner Zoo, wo nun die freudige Nachricht von Nachwuchs bei den Tieren bekanntgegeben werden konnte. 

Große Freude im Kölner Zoo: Nachwuchs bei Natalias Nackenstachlern

„Wir im Kölner Zoo freuen uns über aktuellen Nachwuchs bei Natalias Nackenstachlern. Diese Art kommt in Vietnam, Kambodscha und Laos vor. In Vietnam tritt sie nur im Zentrum auf. Natalias Nackenstachler scheint selten zu sein. Die Art ist auf immergrüne Wälder beschränkt und kann in abgeholzten Gebieten oder Plantagenwäldern nicht überleben. Die Tieflandwälder in ihrem Verbreitungsgebiet werden für landwirtschaftliche Zwecke umgewandelt, wo sie nicht überleben kann“, heißt es in einem Facebook-Beitrag des Zoo-Teams. Dazu wurden aktuelle und spektakuläre Bilder der kleinen Agamen gezeigt.

Der Clip zeigt, wie die kleinen Tierchen zunächst den Kopf aus ihrem Ei stecken, dann die ersten Schritte wagen und schließlich beim Auf-dem-Baum-Sitzen fast verschwinden, weil ihre Färbung der des Astes so sehr gleicht. 

Entdeckt wurde die Art übrigens erst vor ein paar Jahren in Vietnam. Inzwischen sind die Echsen auch in Laos und Kambodscha nachgewiesen.

Auf seiner Website teilt der Kölner Zoo mit: „Natalias Nackenstachler werden nur selten in Menschenhand gehalten und dementsprechend auch kaum vermehrt. Dem Aquariums-Team des Kölner Zoos ist 2022 erstmals die Nachzucht gelungen, hierdurch können wichtige Rückschlüsse über Fortpflanzung, Aufzucht und generell die Biologie dieser Echsen dokumentiert werden.“ Nun also ein erneuter seltener Erfolg! 

Benannt ist die tagaktive Art nach der russischen Reptilienforscherin Natalia Ananjeva. (sku)

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