„Etwas zurückgeben“Kölner Start-up mischt bei den Großen mit – verrückte Aktionen sorgen für Spaß

Die Belegschaft von ins-pi ist auf Barbados zu Mittag.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kölner Start-ups ins-pi werden immer wieder zu verrückten Aktionen eingeladen. Hier sitzen sie am Mittagstisch bei einer gemeinsamen Reise auf Barbados.

Ein Kölner IT-Start-up geht durch die Decke: Vor allem während Corona ist das Unternehmen stark gewachsen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden mit verrückten Aktionen motiviert.

von Niklas Brühl (nb)

Ein kleines Unternehmen von der Kölner „Schäl Sick“ spielt bei den ganz großen Unternehmen weltweit mit. So stellt sich die ins-pi GmbH, die 2015 gegründet wurde, vor dem Gespräch mit EXPRESS.de selbst vor. Das Start-up beschäftigt sich mit der Enterprise Architektur und Transformation von Firmen auf der gesamten Erdkugel. Enterprise Architektur? Der Begriff ist wohl nicht für jeden Menschen direkt ein Begriff.

Dabei geht es um die Harmonisierung und Konsolidierung von IT-Landschaften, wobei eine Brücke zwischen dem Business und der IT an sich innerhalb von Unternehmen geschlagen wird. So werden beispielsweise unternehmensweite, praktische Standards eingeführt, die die optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen gewährleisten. Es werden fehlerhafte Prozesse erkannt und neue Strategien für die optimale Entwicklung herausgearbeitet.

Als „großes Spinnennetz innerhalb eines Unternehmens“ beschreibt es ins-pi-Gründer Kadir Özbayram. Das klingt erst einmal ein wenig trocken, doch hinter dem Kölner Start-up steckt viel mehr.

Kölner Start-up setzt auf Homeoffice – und profitiert während Corona

Im Gespräch mit Kadir Özbayram, einem von zwei Gründern des Start-ups, kristallisieren sich viele Punkte heraus, welche das Kölner Unternehmen zu einem ganz speziellen machen. Denn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen ihrem Job bereits seit der Gründung 2015 im Homeoffice nach. Das nährt zum einen die Flexibilität und legt das Unternehmen zum anderen für die Internationalität aus.

„Für uns arbeiten Menschen aus den USA, Rumänien, Kroatien oder Spanien, unser Entwicklerteam kommt aus Indien und Belarus. Je größer die Firma geworden ist, umso mehr Menschen aus verschiedenen Kulturen konnten wir so zusammenbringen“, sagt der im Rheinland aufgewachsene Özbayram. Ein weiterer Vorteil der Homeoffice-Erfahrung: Während der Corona-Pandemie, in der sich viele Unternehmen das erste Mal überhaupt mit dem Thema auseinandersetzen mussten, ging es für das Kölner Start-up steil bergauf.

Klaus Isenbecker (l.) und Kadir Özbayram sind die Gründer von ins-pi.

Klaus Isenbecker (l.) und Kadir Özbayram gründeten ins-pi im Jahr 2015.

Die ins-pi GmbH konnte so ein jährliches Wachstum von 40 bis 50 Prozent verzeichnen. „Wir sind organisch gewachsen und haben keine Investoren in unserem Rücken. Darauf sind wir sehr stolz und das zeigt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind“, so Özbayram. Zu den Kunden des Start-ups zählen unter anderen Großunternehmen wie Bayer oder Siemens.

Kölner Start-up ausgezeichnet – gemeinsame Reise auf die Bahamas

Der angesprochene „richtige Weg“ wird auch in der Branche anerkannt. Erst kürzlich hat das Kölner Unternehmen im Rahmen eines Innovationswettbewerbs das TOP 100-Siegel 2022 erhalten. Überreicht wird die Auszeichnung im Juni in Frankfurt am Main. Die Arbeit des Unternehmens wird anerkannt und wertgeschätzt.

Allerdings nicht nur von außen, denn auch intern kommt es für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen immer wieder zu verrückten Aktionen. Aufgrund der internationalen Belegschaft werden pro Jahr einige wenige Treffen einberufen, bei denen dann alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zusammenkommen. Das kann dann auch schon mal in der karibischen Sonne vonstattengehen.

„Zuletzt waren wir mit einer Gruppe von 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf Barbados. Dort haben wir natürlich auch gearbeitet und Workshops besucht, auf der anderen Seite hatten wir gemeinsam auch viel Spaß und haben beispielsweise gegenüber des Hauses von Rihanna zu Mittag gegessen“, erzählt Kadir Özbayram. Die erfolgreiche Sängerin stammt ursprünglich von der karibischen Insel. Auch in der Dominikanischen Republik war die ins-pi-Belegschaft bereits zusammen.

Für den Gründer sei es wichtig, vom Erfolg etwas zurückzugeben. „Unsere Belegschaft hat einen großen Anteil an der positiven Entwicklung. Daher gehören solche spezielle Events für uns dazu. Und natürlich wollen wir auch noch weiter wachsen, denn Innovation kommt von Inspiration“, sagt Özbayram. Und wo kann man sich besser inspirieren lassen, als an den Traumstränden in der Karibik?