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Kölns ekligste SporthalleHier ist seit Jahren kein Unterricht möglich – überall Schimmel

Blick in die Turnhalle der KGS Kupfergasse

Die KGS Kup­fer­gasse in Urbach ist ei­gent­lich eine moderne Schule. Doch die Sport­halle gleicht einer Ruine.

Die KGS Kupfergasse in Köln-Urbach hat ein großes Problem – die Sporthalle. Die ist für Kinder seit Jahren nicht nutzbar. Überall ist Schimmel.

von Alexandra Miebach (mie)

Seit am Jahreswechsel 2019/2020 ein Wasserschaden in der erst 2007 gebauten Turnhalle der KGS Kupfergasse in Köln-Urbach gemeldet wurde, warten 477 Grundschüler und -schülerinnen darauf, wieder geregelten Schulsport zu haben.

Doch noch immer ist Halle nicht benutzbar. Die Stadt, Träger der Schule, vertröstet Eltern und Kinder immer wieder.

Schule in Köln: Sporthalle gleicht einer Ruine

„Unseren Kindern fehlt die Bewegung und das Miteinander“, berichtet Romy Spitzer, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende und Mutter zweier Schüler der KGS, als sie EXPRESS.de die Turnhalle zeigt. „Wir lagern den Unterricht so gut es geht aus, aber derzeit ist es einfach nicht möglich, allen Klassen Sportunterricht anzubieten.“

Ein nahe gelegenes Gymnasium stellt zeitweise dessen Halle zur Verfügung. Es gibt in der Nähe auch einen Sportplatz, der bei gutem Wetter genutzt werden kann.

Spitzer sagt: „Wir haben auch noch eine kleine, alte Halle. Dort kann nur Gymnastik gemacht werden. Ballsport und Laufen sind hier verboten.“ Zeitweise mietete die Schule die Soccerhalle in Poll an, aber der Weg dahin war zu weit. Man nutze zudem den Kellerraum eines Männergesangsvereins und bewege sich in den Klassen, aber all das reiche nicht aus.

„Von der Stadt bekommen wir keine richtigen Informationen. Wir haben bisher keinen Maßnahmenplan bekommen“, klagt Spitzer. „Mitte November sollte eine Firma kommen, die die abwaschbaren Flächen und Geräte vom Schimmel reinigen sollte. Es war niemand hier.“

Nehmen Sie hier an unserer EXPRESS.de-Umfrage teil:

Die Sporthalle gleicht einer Ruine. Der Boden ist rausgerissen, an den Wänden Schimmel. „Alles, was nicht abwaschbar ist, etwa Sprossenwände oder die Kletterwand, muss entsorgt werden“, erklärt Romy Spitzer. Auch der Prallschutz an den Wänden muss runter, alles muss neu gemacht werden.

Grund für den Wasserschaden an Kölner Schule: Wurde beim Bau gepfuscht?

Wie es zu dem Wasserschaden in der damals erst zwölf Jahre alten Halle kommen konnte, dazu gibt es nur Mutmaßungen. „Der ehemalige Hausmeister hat uns erzählt, dass er glaubt, dass beim Bau gepfuscht wurde. Damals hatte sich schon in der Baugrube das Wasser hochgedrückt, vermutlich von einem unterirdischen Nebenarm des Rheins. Die Grube wurde mit Beton ausgegossen, aber er glaubt, dass falsches, billiges Material genutzt wurde“, berichtet die Vize-Schulpflegschaftsvorsitzende.

Auf EXPRESS.de-Anfrage teilt die Stadt mit: „Derzeit wird die Erhaltung/Reinigung und Lagerung der vorhandenen Sportgeräte geprüft. Parallel dazu finden aktuell die Planungen zur Sanierung der Halle statt, sodass im Januar 2023 die Leistungsverzeichnisse gefertigt werden und auf den Markt gehen können.“

Schimmel-Schule in Porz: Weiterhin kein richtiger Sportunterricht möglich

Wann wieder geregelter Sportunterricht möglich sein wird, bleibt unklar. Auch welche Kosten auf die Stadt zukommen, ist noch nicht absehbar. Das hänge von den Angeboten der Firmen ab. Die könnten aber erst eingeholt werden, wenn das Leistungsverzeichnis fertig ist.

Fatal, nicht nur für die Bewegung der Kinder, so Spitzer: „Im Sportunterricht lernen die Kinder auch Fairness und soziales Miteinander. Wichtige Bausteine in der Entwicklung, die wir so nicht weitergeben können.“