Menschen springen aus Fenstern Angreifer schießt in russischer Uni um sich – acht Menschen tot

„Sind jetzt wirklich Freiwild“ Kölner Prostituierte packt über Job in Corona-Zeit aus

Neuer Inhalt (6)

Mit deutlichen Worten kritisiert die Kölner Prostituierte Tanya die Bordell-Schließungen gegenüber EXPRESS.

Köln – Sie ist 28 Jahre alt und seit acht Jahren Prostituierte in Köln. Die blonde Frau nennt sich Tanya, denn ihr echter Name muss geheim bleiben.

Im EXPRESS packt sie aus, wie es jetzt im Gewerbe rund geht. Clubs wie das Pascha und andere Bordelle sind zu, doch das Geschäft mit dem Sex geht weiter – sagt sie. Und es sei gefährlicher als je zuvor.

Köln: Prostituierte mit Kritik - „Sind jetzt wirklich Freiwild“

Tanya zündet sich eine Zigarette an und nimmt einen tiefen Zug. „Wenn die Verantwortlichen wüssten, was wir Frauen grade erleben, dann würden sie die Bordelle wohl sofort wieder öffnen. Denn wir sind jetzt wirklich Freiwild.“

Die Mutter eines kleinen Mädchens zahlt monatlich 815 Euro Miete. Offiziell musste sie Hartz IV beantragen.

Tanya verdient weiterhin Geld mit ihrem Körper

„Sonst fragt mich das Finanzamt irgendwann, von was ich gelebt habe.“ Doch Tanya verdient weiter Geld mit ihrem Körper. 

„Natürlich habe ich wie fast alle Frauen die Handynummer meiner Stammfreier. Dadurch habe ich täglich zwei Termine und kann meine Kosten decken. Viele Leute denken, dass ich jetzt richtig Geld verdiene, weil ich ja keine Steuern abführe. Aber das ist Unsinn. Denn die Freier wissen das ja und wollen jetzt weniger zahlen und fordern Billig-Sex.“

„Corona, Hepatitis, Aids oder Tripper. Hauptsache eine billige Nummer“

Bislang kostete bei ihr der Verkehr 70 Euro. Jetzt wollen die Freier nur noch 50 Euro bezahlen. Oralverkehr ohne Gummi wollen die meisten Männer schon für 30 Euro haben.

„Denen ist alles egal. Corona, Hepatitis, Aids oder Tripper. Hauptsache eine billige Nummer.“

Tanya vermisst aktuell Club-Security und andere Hilfen

Dabei wird der Job jetzt vor allem gefährlich.

DSC_3131

Symbolbild: Sex-Arbeiterinnen im Kölner Brodell Pascha

Tanya erklärt warum: „In einem Club oder Bordell habe ich den Schutz der Security. Den habe ich nicht, wenn ich in irgendeine Wohnung gehe. Da werden dann plötzlich die Vereinbarungen gebrochen und Sex ohne Gummi verlangt. Meine Kollegin hat es zu spüren bekommen. Als sie in die Wohnung kam, warteten da zwei Männer. Sie haben sie zu einem Dreier ohne Gummi gezwungen und nur 50 Euro gezahlt. Sie haben sie ausgelacht und gesagt, sie könnte ja die Polizei rufen.“

Im Netz: Prostituierte bietet ihre Leistung aktuell als Massage an

Wie viele andere Frauen hat Tanya im Internet auf einschlägigen Seiten Anzeigen geschaltet. Allerdings bietet sie dort keinen Sex an, sondern „nur“ Massagen, für die sie dann ein kleines Taschengeld wünscht. „Das ist natürlich Unsinn. Es geht dabei natürlich um Sex. Aber wir umschreiben es so, damit es keine Probleme mit den Behörden gibt.“

Mindestens drei Kölner Clubs: Massagen „mit Happy End“

Wie EXPRESS aus dem Milieu erfuhr, soll es mindestens drei Clubs in Köln geben, die inzwischen „Massagen“ anbieten. „Da läuft das Geschäft munter weiter, alles unter dem Deckmantel von Erholung, Entspannung und Wellness. Natürlich gibt es Massagen – mit Happy End.“

Ganz schlimme Bedingungen herrschten derzeit auf den Autobahnparkplätzen und Parkplätzen an Waldrändern. Dort wird in den Autos der Sex vollzogen. Am Gut Leidenhausen geht es noch offener zur Sache. Auf dem dortigen Parkplatz bieten derzeit zwei Osteuropäerinnen ihre Sex-Dienste an. Bewacht von ihrem Zuhälter, der in einem Auto sitzt und sie beobachtet.

„Der Staat verdient nichts mehr, wir müssen Angst um Gesundheit haben“

„Die Frauen zeigen offen ihre Brüste, sprechen Spaziergänger an und vollziehen den Sex mit Männern sichtbar für jeden an einer Feuerstelle. Tücher und Gummis fliegen in die Hecke“, so ein Augenzeuge zum EXPRESS. Er hat die Behörden informiert. Passiert sei  bislang nichts.

Tanya kritisiert aktuelles Prostitutionsverbot 

Tanya hält die andauernde Schließung der Clubs und Bordelle für eine Fehlentscheidung.

„Der Staat verdient nichts mehr, wir müssen Angst um Gesundheit und Leben haben. Das sind Fakten. Auch, dass das Geschäft mit dem Sex weitergeht. Nur ist jetzt noch schmutziger denn je. Ich hoffe, dass das die Politik endlich erkennt und den Zustand ändert. Das viel diskutierte Thema eines endgültigen Prostitutionsverbots sollte jetzt auch für den allerletzten Gutmenschen erledigt sein.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.