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400 Meter lang, 1951 abgerissenKölner Niedrigwasser legt Reste alter Brücke frei

Teile der alten Patton-Brücke wurden in Köln-Deutz durch das Niedrigwasser freigelegt. Das Foto wurde am 7. April 2025 aufgenommen.

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Teile der alten Patton-Brücke wurden in Köln-Deutz durch das Niedrigwasser freigelegt. Das Foto wurde am 7. April 2025 aufgenommen.

Aktualisiert:

Der Rheinpegel in Köln sinkt und sinkt. Jetzt wurden auf der rechten Rheinseite Teile einer historischen Brücke freigelegt.

Die Trockenheit in Köln dauert an. Regen? Nicht in Sicht. Die Auswirkungen sind sichtbar.

Der Rheinpegel sinkt und sinkt – auf Rekord-Juni-Niveau. Am Samstagmorgen (4. Juli 2026) wurde um 11 Uhr ein Rheinwasserstand von 1,48 Meter am Kölner Pegel gemessen.

Niedrigwasser in Köln: Alte Brückenreste freigelegt

Was kaum einer weiß: Bei Niedrigwasser werden auf der rechten Rheinseite am Deutzer Ufer Reste einer alten Brücke sichtbar.

Auf den ersten Blick wirken sie wie uralte, morsche Baumstämme. Sie zeigen die Überreste der ehemaligen Patton-Brücke, benannt nach dem Amerikaner George Smith Patton, der ein General im Zweiten Weltkrieg war.

Das Bauwerk war in den Jahren nach Kriegsende eine Behelfsbrücke, die vor allem für die Logistik des Wiederaufbaus von enormer Bedeutung war.

Die Brücke hatte als ein provisorisches Bauwerk beeindruckende Maße: Sie war ganze 400 Meter lang, besaß sowohl zwei Fahrbahnen für Fahrzeuge als auch Wege für Radfahrende sowie Fußgänger und Fußgängerinnen. Die Brücke führte von der Bastei in den Rheinpark. Schiffe konnten auch bei Hochwasser unter dem Bauwerk herfahren.

Das 1949 aufgenommene Foto zeigt die Patton-Brücke über den Rhein. Die Brücke wurde als Behelfsbrücke nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut und führte von der Bastei in den Rheinpark.

Copyright: Josef Remus/Archiv Henriette Rek

Das 1949 aufgenommene Foto zeigt die Patton-Brücke über den Rhein. Die Brücke wurde als Behelfsbrücke nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut und führte von der Bastei in den Rheinpark.

1945 hatten die Briten mit dem Bau der ersten festen Brücke nach dem Krieg begonnen: 500 britische Pioniere und 900 deutsche Arbeiter waren damit beschäftigt, die Brücke aus den vorgefertigten stählernen Bauteilen zusammenzusetzen.

Bis zu 300 Kilo wogen die einzelnen Bauteile der Brücke, die die Arbeiter mit Muskelkraft an Ort und Stelle bringen mussten.

Eingeweiht wurde die Patton-Brücke am 12. Juni 1946 vom britischen General Joseph T. McNarney. Die Bauzeit betrug gerade einmal acht Monate.

Allerdings hatte die Brücke auch relativ schnell wieder ausgedient: Denn bereits am 10. November 1951 wurde sie wieder abgerissen, da zu diesem Zeitpunkt die Mülheimer Brücke fertiggestellt worden war.

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