Dreister Diebstahl an Wurstbude Kölner in Düsseldorf beklaut – jetzt hat er nur eine Bitte

Die Wurstbude am Düsseldorfer Hauptbahnhof: Hier wurde Bruno Toussaint bestohlen.

An dieser Wurstbude am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde Bruno Toussaint bestohlen.

Der Kölner Künstler Bruno Toussaint war zu Gast in Düsseldorf. Den Trip wird er nicht so schnell vergessen.

Kölner und Düsseldorfer fahren bekanntlich nicht allzu gerne in die andere Rheinmetropole. „Für die „Glasstec“-Messe kann man das aber durchaus mal machen“, dachte sich der Kölner Künstler Bruno Toussaint.

Nun liegt das Leben des Glasdesigners in Scherben. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof wurden seine ganzen Kunstwerke gestohlen.

Kölner Künstler in Düsseldorf beklaut – Kunstwerke weg

Die Tage auf der Düsseldorfer Messe waren für Bruno Toussaint ein voller Erfolg. Der 68-jährige Domstädter gilt als Pionier in Sachen Farbentwicklung und Glasdesign. Früher hatte er die Glaskunst auf Basis von Foto-Farbspiegeln entwickelt und damit für Künstler, die mit Glas und Lack arbeiten, ganz neue Wege bereitet.

Toussaint leitete das „Kunsthaus Rhenania“ im Kölner Rheinauhafen, war an Ausstellungen wie „Lackkunst Asien und Europa“ im Jahre 2002 maßgeblich beteiligt. Auf der „Glastech“ erzählte er nun in Düsseldorf von seinem Werdegang, ein staunendes Fachpublikum hing an seinen Lippen. Vor allem, weil Bruno Toussaint seine Kunstwerke als Anschauungsmaterial mitgebracht hatte. Da war noch alles im Lack.

Hochzufrieden trat der Kölner seine Heimreise in seine heutige Wahlheimat Berlin an. Mit der U78 ging es zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.

„Hätte ich doch dort direkt den ersten Zug nach Hause genommen“, sagt Toussaint. „Aber so ein langer Messetag macht natürlich hungrig, und so kam es, wie es kommen musste.“ Vor dem Hauptbahnhof roch es so verführerisch nach Currywurst, dass der Künstler dort Halt machte.

An der Wurstbude in Düsseldorf verschwanden Toussaints Kunstwerke

„Dort stellte ich mein Lebenswerk aus knallfarbigen Lackdisplays und farbigen Spiegeln mit Silbergrafik ab, wartete auf meine Wurst“, sagt Toussaint. Dabei schaute der hungrige Künstler so gespannt in die Wurstbude, dass er nur für einen kleinen Augenblick die Konzentration verlor.

Der Kölner Künstler Bruno Toussaint

Diebstahlopfer: der Kölner Künstler Bruno Toussaint

Noch bevor sein Essen über die Theke gereicht wurde, traf Bruno Toussaint der Schlag. „Die schwarze Mappe mit all meinen Kunstwerken war weg. Jemand hatte sie gestohlen, als ich nur einen kleinen Moment unachtsam war“, sagt Toussaint.

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Die Heimfahrt verlief dementsprechend traurig. Nun hofft der Kölner Künstler auf das Einsehen des Düsseldorfer Langfingers. Er richtete sich nun verzweifelt an EXPRESS und bittet: „Gib mir bitte meine Mappe zurück. Sie sind mein Lebenswerk und bedeuten mir alles.“

Falls der Dieb ein Einsehen mit dem leidenden Künstler hat, kann er die Mappe mit den Kunstwerken bitte anonym im Fundbüro abgeben.

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