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Kölner Karneval Genial: Bütt-Star erklärt Corona op Kölsch und Jecke rasten aus

Schopps

Büttenredner Martin Schopps in der WDR-Sendung zur Proklamation am 17. Januar.

Köln – Er hat da mal was vorbereitet: Und was für eine Rede! Martin Schopps wird derzeit überall in den sozialen Netzwerken für seinen Auftritt bei der Proklamation des Kölner Dreigestirns gefeiert. Im EXPRESS erklärt der Bütt-Star seine Beweggründe für den starken Auftritt im Gürzenich.

Proklamation in Köln: Martin Schopps räumt ab

„Alles so wie immer“, sagt Martin Schopps, als er vor Prinz Sven, Bauer Gereon und Jungfrau Gerdemie in den leeren Saal des Gürzenich tritt. „Außer, dass heute auch im Foyer nix los ist.“

Gemeint ist damit, dass in Zeiten ohne Corona nach dem Akt der Proklamation schon einmal der ein oder andere Ehrengast aufs „Klöchen“ oder eben an die Theke verschwunden war und die Künstler vor leeren Rängen spielen mussten.

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Doch Martin Schopps war die volle Aufmerksamkeit gewidmet, als er seine starke Rede hielt. Dabei im Fokus: Anhand kölscher Liedtexte zog Schopps eine Pandemie-Bilanz. Im EXPRESS-Gespräch erklärt er seine geniale Idee. „Nach einem Auftritt letzte Session fuhr ich zum Gürzenich und hörte unterwegs, wie schlimm es in Bergamo gerade aussieht. Da dachte ich noch, dass das gar nicht mehr so weit weg von Köln ist.“

Köln: Corona-Bilanz mit kölschen Liedtexten

Doch im Saal angekommen, sangen 1500 Jecke „Da simmer dabei“ und bekamen noch nicht viel von der Corona-Pandemie mit. So kam Schopps in der Vorbereitung der PriPro-Rede auf den Rück- und Ausblick der Corona-Historie mit kölschen Liedtexten. „Die kölsche Seele ist das Gefühl. Und dieses Gefühl wird in kölschen Liedern zum Ausdruck gebracht. Deshalb dachte ich, das könnte gut passen.“

Martin Schopps_Närrischer Oscar

Im Februar 2019 räumte Martin Schopps schon den Närrischen Oscar als bester Redner ab.

Und wie! Schopps erklärt: „Schon bei der Probe habe ich gemerkt, dass auch mich diese Zeilen berühren.“ Er lag richtig.
Wunderbar, wie der Büttenredner die genese der Corona-Pandemie erklärte. Von „He deiht et wie“ (Fööss) bei den ersten gemeldeten Fällen im Rheinland bis zum ersten Lockdown mit „Wir halten die Welt an“ (Höhner). „Jetzt bliev dat Schmitze Billa allein‘ in ihrer Villa“ (Fööss) zählt Schopps auf und „Verdamp lang her dat ich beim Frisör war“ (BAP).

Und über das Homeoffice („Pänz, Pänz, Pänz“ von den Fööss) schlägt Schopps mit vielen Beispielen eine hoffnungsvolle Brücke in die Zukunft. Hoffentlich könne man dem Virus schon sehr bald „Bye bye my Love“ sagen, denn dann sei für Covid die „Zick eröm“.

Köln: Bald heißt es für Corona „Bye bye my Love“

Denn Hoffnung sei es jetzt, was auch den Kölner Karneval am Leben hält. Auf die Frage, worüber er mit EXPRESS in genau einem Jahr reden wird, sagt Schopps: „Hoffentlich habe ich dann ein bisschen Auftrittsstress und komme gerade aus dem Gürzenich, wo 1500 Menschen friedlich, gesund und beseelt zusammen gefeiert haben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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