Hochwasser-Folgen Müll aus gefluteten Häusern hat in Köln jetzt Vorrang

Iris und Rolf Friebel stehen in Hahn vor einem Müllberg aus Dingen, die beim Hochwasser zerstört wurden.

Der Mutzbach in Dünnwald war über die Ufer getreten. Iris und Rolf Friebel stehen vor einem gigantischen Müllberg aus Dingen, die das Wasser zerstört hat.

Das Hochwasser hat in Köln viele Schäden hinterlassen. Keller wurden geflutet, der Besitz vieler Bewohner zerstört. Jetzt geht es darum, den Müll aus gefluteten Häusern schnell zu entsorgen.

Köln. Es sind wahre Berge von Müll, die Kölner aus ihren überfluteten Kellern rausschaffen müssen. In der ganzen Region gibt es Probleme, den Abfall zu entsorgen.

Die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) haben reagiert: Die beiden Wertstoff-Center der AWB in der Butzweilerstraße 50 (Ossendorf) und August- Horch-Straße 3 (Gremberghoven) sollten vorerst nur mit Sperrmüll und sonstigen Abfällen aus gefluteten Kellern angesteuert werden.

Hochwasser in Köln: Abfälle aus Hochwasserschäden priorisiert

Trotzdem kann es derzeit insbesondere am Wertstoff- Center in Ossendorf zu längeren Wartezeiten kommen. Deshalb wenden sich die AWB an die Kölner: „Wir bitten dringend alle übrigen Anliefernden, insbesondere von Grünschnitt, den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die AWB hofft auf Verständnis für diese Priorisierung von Abfällen aus Hochwasserschäden.“

An den beiden kommenden Samstagen (24. und 31. Juli) sind Anlieferungen erweitert bis 18 Uhr bei den beiden Wertstoff-Centern der AWB möglich. Montags bis freitags kann hier von 8 bis 20 Uhr angeliefert werden. Wichtige Informationen zu den Anliefermöglichkeiten und -bedingungen bei den Wertstoff- Centern sind auf www.awbkoeln.de zu finden.


Kölner Bezirksregierung hilft

Auch die Bezirksregierung Köln ist in Sachen Hochwasser-Abfällen aktiv, will den betroffenen Kommunen und Privathaushalten helfen. So bittet die Bezirksregierung  „alle Unternehmen und Anlagenbetreiber um Unterstützung“.

Die Bezirksregierung hat dazu auf ihrer Homepage ein Formular bereitgestellt, das ausgefüllt und der Behörde per E-Mail wieder zugesandt werden kann. Die Hilfsangebote werden über den Krisenstab der Bezirksregierung anschließend an die Betroffenen weitergeleitet.

Dabei gehe es vor allem um die folgenden Bereiche:

Transportmöglichkeiten, Bereitstellung von Lagerflächen- bzw. Tanks zur Zwischenlagerung von Flüssigkeiten bzw. Schlämmen sowie Behandlungsmöglichkeiten für diverse Abfallarten (u.a. Sperrmüll, Elektroschrott, Öl-/Wasser-Gemische, Schlämme u.ä.).

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