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„Bisher kein Arbeiter aufgetaucht“Nach Blitz-Sperrung in Köln – Anwohner sind fassungslos

Aktualisiert

Nach der Sperrung der Mülheimer Brücke in Richtung Mülheim gibt es viel Kritik und Fragen ...

Die Meldung der Sperrung der Mülheimer Brücke kam am Freitagabend (13. März) völlig überraschend. Die Brücke ist seitdem für den Kfz-Verkehr in Richtung Mülheim gesperrt.

In der Begründung heißt es: Im Zuge einer planmäßigen Kontrolle im Bereich der Bestandskonstruktion der rechtsrheinischen Rampe auf Höhe der Formesstraße sei ein Schaden festgestellt worden, „der Auswirkungen auf die Lastverteilung haben kann“.

Mülheimer Brücke Richtung Mülheim für den Autoverkehr gesperrt

Nun muss an dieser Stelle eine zusätzliche Abstützung eingebaut werden, damit die vollumfängliche Lastabtragung gewährleistet werden kann. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Ende kommender Woche erforderlich sein.

EXPRESS.de war am Samstagmittag (14. März) vor Ort. Ein Anwohner der Formesstraße schüttelt fassungslos den Kopf: „Gestern konnte es mit der Sperrung nicht schnell genug gehen und heute ist hier bisher kein Arbeiter aufgetaucht.“

Ein Nachbar fragt sich zudem: „Warum wurde nur eine Seite gesperrt? Und warum dürfen die Bahnen noch fahren? Wenn die Lastverteilung nicht mehr stimmt und eine zusätzliche Abstützung erforderlich ist, dann klingt das schon ziemlich schwerwiegend.“ 

Auch auf Instagram diskutieren die Kölner und Kölnerinnen die Brückensituation – schließlich läuft die Sanierung der Brücke bereits seit 2018, also seit acht Jahren. „In jedem Land der Welt, wäre in der Zeit eine neue Brücke gebaut worden“, beschwert sich ein Nutzer.

Ein anderer kommentiert: „Seit Jahren wird daran gearbeitet und jede Menge unnötige Sandstrahlarbeiten, Schweißarbeiten, Korrosionsschutz, bauliche Verstärkungen durchgeführt – unnötige Kosten, soweit ich das erkenne. Die Brücke müsste schon längst, so wie die Leverkusener Brücke, abgerissen werden, und innerhalb von circa fünf Jahren hätte man eine anständige Brücke gebaut, die wesentlich kostengünstiger wäre.“

Mit einem Augenzwinkern wird die Brückenmisere aber auch beurteilt: „Aber jetzt will man hier Olympische Spiele ausrichten“, schreibt eine Userin.

Dieser Ford steht nach Angaben von EXPRESS-Leserreporter Marcus K. seit knapp zwei Jahren unbewegt auf der Sieversstraße in Köln-Kalk.

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