Kölner Tivoli Auf den Spuren von Kölns verschwundenem Freizeitpark am Rheinufer

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Den Kölner Tivoli Freizeit- und Vergnügungspark gab es insgesamt vier Jahre. Im Jahr 1975 hat der Park seine Pforten geschlossen.

Köln – Hätten Sie noch gewusst, dass sich in den 1970er-Jahren ein Freizeit- und Vergnügungspark in Köln direkt am Rhein befand? Vor 49 Jahren fand in Köln vom 29. April bis zum 24. Oktober die Bundesgartenschau 1971 statt. Die kölsche Metropole am Rhein stand ganz unter dem Motto „Festival in Köln”.

Das war den Kölner aber längst nicht genug: Angrenzend an den Gartenteil wurde zusätzlich noch ein acht Hektar großer Freizeitpark – nach dänischem Vorbild – errichtet: Der Kölner Tivoli Freizeitpark in der Riehler Rheinaue.

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Der Lageplan des ehemaligen Kölner Freizeitparks am Rhein.

Der damals „größte Erholungs- und Vergnügungspark Deutschlands” wurde nach dem dänischen Kopenhagener Tivoli-Freizeitpark benannt, der seit seiner Eröffnung im Jahr 1843 weltbekannt ist. Nun sollten auch die Kölner einen eigenen Tivoli-Park haben und die Vielfalt der damaligen Attraktionen ist auch bis heute noch beeindruckend. Doch nach vier Jahren war mit dem Park bereits 1975 wieder Schluss. Was war passiert?

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Kölner Tivoli: Attraktionen am Kölner Rhein

Geht man heute hinter der Mülheimer Brücke am Rhein spazieren, lässt das Areal um das Cranachwäldchen auf den ersten Blick nicht vermuten, dass sich dort einst Deutschlands größter Vergnügungspark befunden hat.

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Das Thema des Kölner Tivolis war ein internationales Motto. Wie auch im Phantasialand in Brühl wurden mehrere Themenwelten abgedeckt, getreu dem Motto: „Eine Reise um die Welt”. So konnten Besucher und Besucherinnen in Länder und Regionen wie Deutschland, Frankreich, Südamerika und die Türkei eintauchen.

Kölner Tivoli: Highlight – Riesenrad

Das absolute Highlight des einstigen Freizeitparks in Köln war das 40 Meter hohe Riesenrad. Als Hauptattraktion des Parks ermöglichte das Riesenrad einen atemberaubenden Blick über die Gesamtfläche der Rheinaue, sowie über den Rhein.

Und für alle Nostalgie-Liebhaber gibt es tolle Neuigkeiten, denn das Riesenrad gibt es immer noch. Heute hat es seinen Standort im niederländischen Freizeitpark Slagharen, unweit von der deutschen Grenze entfernt.

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Das beliebte Riesenrad ist nach der Schließung des Kölner Tivoli-Freizeitparks 1975 in die Niederlande in den „Attractiepark Slagharen” umgezogen.

Aber nicht nur das Riesenrad hat seinen Weg in die Niederlande gefunden. Auch das Mond-Kettenkarussell „Apollo”, bei der die Besucher um den Mond schweben, steht im „Attractiepark Slagharen”.

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Das Mond-Kettenkarussel „Apollo” stand von 1971 bis 1975 im Kölner Tivoli Freizeitpark in der Riehler Rheinaue. Seither hat die Attraktion ihren Standort im niederländischen „Attractiepark Slagharen”.

Und auch das einstige Kettenkarussell aus dem Kölner Tivoli wurde glücklicherweise nicht verschrottet.

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Die beliebte Attraktion „Schwanenflieger” gibt es bis heute und ist mittlerweile im Besitz des Schaustellerbetriebs Rosenzweig. Ein Kölner Comeback hatte das Karussell bereits mehrfach auf der Kirmes in Köln-Mülheim.

Der sogenannte „Schwanenflieger” ist mittlerweile bei den Schaustellerbetrieben Rosenzweig in Betrieb und hatte schon Comebacks auf den Mülheimer Volksfesten, also unweit seines ursprünglichen Standortes in der Riehler Rheinaue.

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Andere Attraktionen waren u.a. die „Super 8”-Achterbahn, Autoscooter, die Geisterbahn „Utopia”, mehrere Karussells, ein Minigolfplatz, eine Kegelhalle, eine Schießstand, Wasserscooter, eine Disco, eine Freilichtbühne und sogar eine kleine Nachbildung der Kölner Altstadt.

Kölner Tivoli: Nach vier Jahren war Schluss

Doch warum gab es den Freizeitpark in Köln in bester Lage nur vier Jahre? Die Antwort: Der Park war leider zu unrentabel. Zu wenige Menschen haben ihren Weg zum Kölner Tivoli gefunden oder fanden es für damalige Verhältnisse schlichtweg zu teuer. Somit folgte bereits 1975 das Aus für Kölns Freizeitpark am Rhein.

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