Hätten Sie's gewusst? Multikulti pur: In einem Kölner Veedel kommen 142 Nationalitäten zusammen

Menschen gehen auf der Berliner Straße in Köln-Mülheim.

In Mülheim, hier ein Foto von der Berliner Straße im Mai 2021, leben Menschen aus 142 Ländern zusammen.

In Köln leben Menschen aus 180 Ländern. Alleine in Mülheim sind es 142 verschiedene. In der EXPRESS.de-Straßenumfrage haben Mülheimer und Mülheimerinnen über das multikulturelle Leben im Veedel gesprochen.

Köln steht für seine Offenheit und Vielfalt anderen Kulturen gegenüber. Dabei verbindet das gesamte Stadtgebiet viele Menschen aus den unterschiedlichsten Heimatländern miteinander – das eine Veedel mehr, das andere weniger.

Die wenigsten verschiedenen Nationalitäten wohnen übrigens in Porz-Libur – dort sind es nur 18. Ganz anders sieht das in Mülheim aus: Denn in dem Stadtteil auf der rechten Rheinseite wohnen Menschen aus insgesamt 142 Ländern – damit ist Mülheim der kölsche Spitzenreiter. Das geht aus dem Statistischen Jahrbuch der Stadt hervor.

EXPRESS.de war rund um das Mülheimer Zentrum am Wiener Platz unterwegs und hat die Anwohnerinnen und Anwohner nach ihren Erfahrungen mit dem multikulturellen Leben in Köln befragt.

Vielfalt in Köln: Menschen sprechen über Multikulti in Mülheim

Viele Nationalitäten und Kulturen auf kleinem Raum – dafür steht der Kölner Stadtteil Mülheim. Doch was sagen die Menschen auf der Straße selbst dazu, dass ihr Veedel im Multikulti-Ranking auf dem Spitzenplatz rangiert?

Maria Isabel, 56, geboren im Kongo

EXPRESS.de-Straßenumfrage in Köln-Mülheim zum Thema "internationalstes Veedel" der Stadt.

Maria Isabel kam vor 28 Jahren aus dem Kongo nach Deutschland und arbeitet als Reinigungskraft.

„Ich bin 1994 aus Afrika nach Deutschland gekommen, ich arbeite hier als Reinigungskraft. Ich finde es sehr gut, dass hier in Mülheim so viele Kulturen zusammenkommen. Ab und an gibt es mal Probleme mit der Kommunikation zwischen den einzelnen Menschen, die eigentlich eine andere Muttersprache haben. Aber das lässt sich in den Situationen auch schnell wieder lösen. Ich wohne sehr gerne hier und lerne gerne Menschen aus anderen Ländern kennen.“


Abdelhamid, 37, geboren in Libyen

EXPRESS.de-Straßenumfrage in Köln-Mülheim zum Thema "internationalstes Veedel" der Stadt.

Abdelhamid setzt sich gerne mit anderen Kulturen auseinander, in Köln-Mülheim ist das für ihn besonders gut möglich.

„Ich wohne seit sechs Jahren hier in Mülheim. Ich fühle mich besonders hier in Köln nicht so, als wäre ich ein Fremder. Du kannst so viele verschiedene Erfahrungen sammeln, mit so vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen ins Gespräch kommen. Man tauscht sich über Unterschiede, aber auch über Gemeinsamkeiten aus. Das ist der Grund, warum ich mich hier in Köln – und vor allem in Mülheim – sehr wohlfühle.“


Anne, 25, geboren in Togo

EXPRESS.de-Straßenumfrage in Köln-Mülheim zum Thema "internationalstes Veedel" der Stadt.

Anne hat, nachdem sie aus Togo nach Deutschland kam, viel Unterstützung von ihren in Mülheim lebenden togolesischen Mitbürgern erhalten.

„Ich lebe seit elf Jahren in Deutschland und seitdem habe ich auch nur hier in Mülheim gewohnt. Ich mag die verschiedenen Kulturen hier sehr, weil ich dann auch immer das Gefühl habe, in Deutschland willkommen zu sein. Hier gibt es auch einige Leute aus meinem Heimatland, die mir bei meiner Ankunft sehr geholfen haben. Bei alltäglichen Fragen, wie zum Beispiel ‚wie läuft das hier mit dem Einkaufen?‘ oder ‚wie sagt man das oder das auf Deutsch?‘, konnte ich immer nach Rat fragen. Dadurch habe ich mich auch viel schneller heimisch gefühlt und habe die Sprache deutlich besser lernen können.“


Ali, 31, geboren in Afghanistan

EXPRESS.de-Straßenumfrage in Köln-Mülheim zum Thema "internationalstes Veedel" der Stadt.

Der gebürtige Afghane Ali lebt ebenfalls in Mülheim und arbeitet als Kfz-Mechatroniker.

„Wir lernen andere Nationalitäten in Bezug auf ihre Eigenarten, ihre Religion und ihre Sprachen hier sehr schnell kennen. Das finde ich sehr gut, da ich gerne mit anderen Menschen spreche und mich informiere. Ich bin 2016 nach Deutschland gekommen und arbeite mittlerweile als Kfz-Mechatroniker. Auch in meiner Werkstatt gibt es viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Dort bin ich ebenfalls neugierig und frage immer wieder nach bestimmten Dingen. Das macht den Stadtteil Mülheim für mich aus.“


Meenu, 51, geboren in Indien

EXPRESS.de-Straßenumfrage in Köln-Mülheim zum Thema "internationalstes Veedel" der Stadt.

Meenu lebt bereits seit 29 Jahren in Deutschland. Die 51-Jährige betreibt ein Kölner Taxi-Unternehmen.

„Ich bin vor 29 Jahren nach Deutschland gekommen und bin Betreiberin eines Taxi-Unternehmens. Ich mag das multikulturelle Leben hier sehr gerne, denn es gibt sehr viele schöne Dinge in anderen Kulturen, die ich vorher gar nicht kannte. Zum Beispiel rede ich sehr oft mit meinen Freundinnen über sämtliche Kulturen. Dabei erfährt man häufig Dinge, die einem vorher gar nicht bewusst waren – und es gibt häufig auch etwas zu lachen.“

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