Jubel auf der Schäl Sick Köln hat neben dem Dom neues Weltkulturerbe

Im Historischen Park Deutz, direkt am Deutzer Rheinboulevard, befindet sich das Bronzemodell des Deutzer Kastells Divitia.

Das Kastell Divitia Deutz am Historischen Park Deutz, hier eine Aufnahme des Bronzemodells vom 19. Juli, ist jetzt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.  

Nach dem Dom hat Köln jetzt ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kommission hat in China den Niedergermanischen Limes, dessen Teile auch in Deutz sind, mit in die Liste aufgenommen.

Köln. Köln hat ein neues UNESCO-Weltkulturerbe. Der Niedergermanische Limes, dessen Teile auch in Deutz zu finden sind, wurde am Dienstag (27. Juli) in die Liste der Kultur- und Naturstätten von „herausragendem universellen Wert“ aufgenommen. Das soll in Köln gebührend gefeiert werden.

Für Thomas-Georg Tremblau (69), Vorsitzender des „Fördervereins Historischer Park Deutz“, und seine Mitstreiter ist es ein Feiertag. Der Kölner Verein wurde vor zehn Jahren gegründet, um die Anlage am Deutzer Rheinufer mit vielen archäologischen Überresten an die Öffentlichkeit zu bringen. Dort befanden sich etwa das Deutzer Kastell und eine Klosteranlage.

Luftaufnahme des Historischen Park Deutz in Köln mit Blick auf den Rheinboulevard.

Der Historische Park Deutz in Köln, hier eine undatierte Aufnahme, ist Teil des Niedergermanischen Limes, der am Dienstag (27. Juli) als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.

Im Rahmen des seriellen Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“ wurde der rund 400 Kilometer lange Niedergermanische Limes mit seinen Kastellen und Legionslagern entlang des Rheines jetzt bei der Sitzung in China in die Liste aufgenommen. Den Antrag dazu hatten die Niederlande sowie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gestellt.

Der Grenzabschnitt des Limes beginnt in Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz und endet an der Nordsee in den Niederlanden. In NRW liegen 220 Kilometer zwischen Bonn und Kleve, damit auch in Köln. Zu römischen Spuren gehören Militäranlagen, Heiligtümer, Statuen und Alltagsgegenstände. 

Thomas-Georg Tremblau zeigt zugemauerte Tür im Deutzer Kastell

Thomas-Georg Tremblau vor einer zugemauerten Tür im Gewölbekeller der Klosteranlage des Historischen Park Deutz, der als Teil des Niedergermanischen Limes nun UNESCO-Weltkulturerbe ist. 

Dabei spielt der Standort Köln-Deutz eine wichtige Rolle, wie Thomas-Georg Tremblau erklärt: „Das Deutzer Kastell ist die einzige römische Militäranlage im Rechtsrheinischen. Sie wurde zum Schutz der Rheinbrücke, die Kaiser Constantin bauen ließ, errichtet. Es ist schon etwas Besonderes, weil die Anlage auf der Seite der Germanen gebaut wurde.“

Köln: Deutzer Verein feiert Auszeichnung von Niederrheinischem Limes als UNESCO-Weltkulturerbe

Der Historische Park in Deutz wurde 2018 offiziell eingeweiht. Der Kölner Verein kümmert sich darum und bietet regelmäßig Führungen an, bei denen auch die alten Gewölbekeller angesehen werden können. Die Auszeichnung soll in Köln am Mittwoch (28. Juli) gefeiert werden. Der Verein lädt zum Veedels-Umtrunk ein. „Die ersten 100 Kölsch gehen auf uns“, freut sich Tremblau. Eingeladen ist auch Stadtdirektorin Andrea Blome.

Auf der Welterbeliste stehen mehr als 1100 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. 51 davon gelten als bedroht. Deutschland hat jetzt 50 Welterbestätten, darunter auch der Kölner Dom.

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