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Ungelöstes Rätsel in Köln Welcher Schatz verbirgt sich hinter zugemauerter Tür?

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Thomas-Georg Tremblau an einer zugemauerten Tür.

Köln – Was verbirgt sich hinter der zugemauerten Tür im Gewölbekeller des Deutzer Kastells? Ist es ein archäologischer Schatz oder vielleicht doch nur Schutt? Womöglich bleibt diese Frage unbeantwortet ...

  • Bei Bauarbeiten im Deutzer Kastell sind archäologische Fundstücke zu Tage gekommen.
  • Die ursprüngliche Abtei wurde im 11. Jahrhundert in Deutz gegründet.
  • Es gibt bis heute ungeklärte Zeichen an den Kölner Fundstätte.

Es ist aber nicht das einzige Rätsel der ehemaligen römischen Militäranlage und späteren Abtei am Deutzer Rheinufer.

Deutzer Kastell: 1700 Jahre alte Mauern und Überreste aus dem 11. Jahrhundert

Das Deutzer Kastell wurde zwischen den Jahren 310 und 315 am Rheinufer auf der Schäl Sick von den Römern errichtet. Direkt am Rheinboulevard, wo heute die Kirche Alt St. Heribert und das Lanxess-Gebäude stehen.

Kein Wunder also, dass dort bei Bauarbeiten auch viele archäologische Funde zutage gekommen sind. Wie etwa die alten Mauern des Kastells oder Überreste einer Abtei, die dort im elften Jahrhundert gegründet wurde und auf dessen Fundament auch die heutige Kirche steht.

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Diese Visualisierung zeigt, wie das Deutzer Kastell mal ausgesehen haben soll.

Kastell in Köln-Deutz: Zwei Keller bis heute nicht zugänglich

Auf dem Gelände der Militäranlage soll auch mal ein fränkischer Königshof gestanden haben. Thomas-Georg Tremblau, Vorsitzender des Fördervereins „Historischer Park Deutz“, der die Anlage betreut und auch Führungen (die nächste ist am 23. Februar) anbietet, vermutet die Überreste hinter den zugemauerten Türen. Denn: Zwei der vier Gewölbekeller sind bis heute nicht zugänglich...

Kastell in Köln-Deutz: Was bedeuten die Zeichen im Mauerwerk?

Auch gibt es Zeichen – Linien und Winkel – im Mauerwerk, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt sind. Die Linien erinnern an römische Zahlen. EXPRESS fragte beim Chef des Römisch-Germanischen-Museums, Marcus Trier, nach.

Der Bodendenkmal-Experte sagt: „Es gibt keine archäologischen Belege, dass an dieser Stelle ein Adelshof gestanden hat. Ich kann mich nur auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen“, sagt er. Die Zeichen könnten laut Trier Steinmetzzeichen sein. Die Steine könnten schon mal an anderer Stelle verbaut worden sein.

„Der Boden behält seine Geheimnisse“

Das vermutet auch Thomas-Georg Tremblau. Da aber ohne Grund nicht einfach etwas ausgegraben werden darf, bleiben die Deutzer Rätsel wohl ungelöst. Marcus Trier meint: „Die Denkmäler liegen am besten im Boden und der behält seine Geheimnisse.“

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