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Fell-Fontänen an Ohren Kaninchen und Katzen aus Kölner Messie-Hölle befreit – ihr Zustand ist schlimm

Einem Kaninchen wächst langes Fell am Körper, an den Ohren und aus der Nase.

Dieses Kaninchen, das mit 15 weiteren Tieren am Mittwoch (20. April 2022) im Tierheim Köln-Dellbrück gelandet ist, ist vermutlich noch nie geschoren worden.

Aus einem Messie-Haushalt sind insgesamt 16 Tiere gerettet und ins Tierheim Köln-Dellbrück gebracht worden. Katzen und Kaninchen sind in einem schlimmen Zustand.

Das Veterinäramt hat drei Katzen und 13 Langhaar-Kaninchen aus einer Messie-Hölle sichergestellt. Die Tiere waren abgemagert und ihr Fell war zu harten Klumpen verfilzt. Bei einigen waren die Gesichter komplett zugewachsen, bei anderen schienen Fellfontänen aus den Ohren zu schießen.

Die Feuerwehr brachte die Katzen und Kaninchen dann ins Tierheim Köln-Dellbrück, wo sie jetzt versorgt werden. „Ihr Zustand hat uns wahrlich die Tränen in die Augen getrieben“, so Tierheimsprecherin Sylvia Hemmerling.

Tierheim Köln-Dellbrück: Sprecherin macht ihrem Ärger Luft

„Wir haben ihnen erstmal die nötigsten Stellen freigeschnitten und sie mit Futter und Wasser versorgt“, erklärt die Sprecherin weiter. Einige Kaninchen konnten wegen des massiven Fellwuchses nichts mehr sehen.

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Das Fell eines Kaninchens ist so lang, dass es nichts mehr sehen kann.

Das Gesicht dieses Kaninchens ist so zugewachsen, dass es nichts mehr sehen kann. Das Tier kam mit anderen am Mittwoch (20. April 2022) ins Tierheim Köln-Dellbrück.

Was Menschen Tieren für Leid antun: Die Tierschützerin hat schon vieles erleben müssen. „Was man hier manchmal für emotionale Achterbahnen mitmacht, ist für Außenstehende kaum vorstellbar. Man muss echt ein dickes Fell haben, um im Tierheim zu arbeiten – und darüber nicht verrückt zu werden“, macht sich Sylvia Hemmerling Luft.

Nach Facebook-Post des Tierheims Köln-Dellbrück kommt Hilfe

Die drei Katzen und 13 Kaninchen waren am Mittwoch (20. April 2022) aus einem Messie-Haushalt geholt worden. Nachdem Hemmerling auf Facebook über das Schicksal der Tiere berichtet hatte, gab es prompt auch eine schöne Nachricht.

„Wisst Ihr, warum wir unsere Social-Media-Kanäle so lieben? Weil wir immer mal wieder unerwartet ganz tolle Hilfe bekommen“, schreibt Sylvia Hemmerling vier Tage später. „Nach unserem Post über die 13 Kaninchen und drei Katzen, die das Veterinäramt Köln aus einer schlimmen Haltung sichergestellt hat, meldete sich Birgit Hugger bei uns.“

Diese kenne sich nicht nur sehr gut mit Angora-Kaninchen aus, sondern habe auch eine gut funktionierende Schermaschine.

Eine Frau hält eine Schere, vor ihr ein Kaninchen, dem ein Großteil seines dicken Fells geschoren wurde.

Mit Schere und Schermaschine befreit Birgit Hugger ein Kaninchen von seinem dicken Pelz. Die Tierfreundin hat sich auf den Post des Tierheims Köln-Dellbrück gemeldet.

Kölner „Punkerhasen“ werden von stinkendem Pelz befreit

Am Freitag (22. April) war Birgit Hugger dann im Tierheim Köln-Dellbrück, um die Tiere von ihrem stinkenden Pelz zu befreien. Sylvia Hemmerling: „Nicht nur wir, auch die Kaninchen sind begeistert von der Aktion!“ Am nächsten Tag ging es mit dem Scheren weiter.

„Habe ich wirklich gerne gemacht und alle anderen ‚Punkerhasen‘, so nennt sie meine liebe Kollegin Birgit, die mich auf die Situation und den Post aufmerksam gemacht hat, kommen auch dran“, versprach Birgit Hugger. Sie erntet für ihren Einsatz in den Facebook-Kommentaren große Begeisterung und viel Dank. (iri)

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