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+++ EILMELDUNG +++ Kölner Süden Jugendlicher bei Trainsurfing lebensgefährlich verletzt

+++ EILMELDUNG +++ Kölner Süden Jugendlicher bei Trainsurfing lebensgefährlich verletzt

Kölner SüdenJugendlicher bei Trainsurfing lebensgefährlich verletzt

Bei einem Unfall mit einem RE5 (RRX) im Kölner Süden ist ein Jugendlicher lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild)

Copyright: Henning Kaiser/dpa

Bei einem Unfall mit einem RE5 (RRX) im Kölner Süden ist ein Jugendlicher lebensgefährlich verletzt worden (Symbolbild)

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Ein 14-jähriger Jugendlicher hat am Sonntagabend in Köln schwerste Verbrennungen erlitten: Er war auf dem Dach eines Regionalexpress (RE 5) mitgefahren.

In Köln hat sich am Sonntagabend (11. Oktober) ein schwerer Unfall im Zusammenhang mit einem Zug des Regionalexpress 5 (RRX) ereignet. Ein 14-Jähriger wurde beim sogenannten Trainsurfing lebensgefährlich verletzt. Er musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden.

Köln: Reisende steigen am Bahnhof Süd aus und müssen betreut werden

Die Bundespolizei wurde um 20.50 Uhr alarmiert: Reisende des RE 5, der sich auf dem Weg von Bingen nach Köln befand, hatten einen Lichtblitz gesehen und dann Schreie gehört. Sie verständigten das Zugpersonal. Der Regionalexpress stoppte daraufhin im Bereich der Rhöndorfer Straße. Diese erstreckt sich in den Stadtteilen Klettenberg und Sülz im Bezirk Lindenthal. Zunächst konnten die Einsatzkräfte nicht zu dem Verletzten auf dem Dach gelangen, da die Oberleitung noch unter Spannung stand.

Die Leitung musste erst abgestellt werden, bevor die Sanitäter den Jugendlichen vom Dach des Zuges retten konnten. Der 14-Jährige wurde vor Ort medizinisch versorgt. Er erlitt starke Verbrennungen an 80 Prozent seines Körpers. Er wurde mit dem Hubschrauber in die Spezialklinik nach Köln-Merheim geflogen.

Die Bundespolizei sperrte die Strecke bis spät in die Nacht. Betroffen von der Sperrung waren die Linien RE 5, RE 22, RB 24 und RB 26. Der mit 600 Passagieren besetzte Zug wurde in Teilen bereits auf der Strecke geräumt. Dann wurde der RE 5 zum Bahnhof Süd geschleppt, wo weitere Einsatzkräfte die Reisenden in Empfang nahmen. Viele von ihnen mussten aufgrund des Erlebten ebenfalls betreut werden. Viele Rettungswagen waren vor Ort.

Beim Trainsurfing kann sich Lichtbogen bilden

Der Zug wurde als Beweismittel sichergestellt. Wo und wann der 14-Jährige auf das Dach des Zuges gelangte, ist völlig unklar. Letzter regulärer Halt des RE 5 vor Köln Süd ist Brühl.

Trainsurfing, also außen an einem Zug mitzufahren, ist extrem gefährlich. Neben der Gefahr des Herabstürzens oder in Tunneln verletzt zu werden, besteht die Gefahr eines Stromschlags. Selbst ohne direkten Kontakt können Hochspannungsleitungen einen Lichtbogen bilden. Das kann zu schweren Verbrennungen, Herzstillstand oder Tod führen. Auf Oberleitungen herrscht eine Spannung von bis zu 15.000 Volt.

In den vergangenen Jahren war es in Nordrhein-Westfalen immer wieder zu schweren Unfällen durchs Trainsurfing gekommen. (cme, mit dpa)