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FC-Sportplätze, Fluglärm, Rheinspange Grüner BUND nimmt Kölner Grüne in die Zange

Luftbild Gleuler Wiese FC Geißbockheim Erweiterung

Sreitpunkt: Auf der Gleueler Wiese will der 1. FC Köln unter anderem Kunstrasenplätze bauen, im Juni stimmte eine Mehrheit im Stadtrat dafür.

Köln – Der grüne Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nimmt die Kölner Grünen in die Zange: Die Kreisgruppe ruft Bündnis 90/Die Grünen dazu auf, bei der Mitgliederversammlung am 6. März 2020 für Nachbesserungen bei der Bündnisvereinbarung von Grünen, CDU und Volt einzutreten.

  • BUND Köln appelliert an grüne Basis
  • Bei Mitgliederversammlung in Köln soll nachgebessert werden
  • Kritische Punkte sind Gleueler Wiese, Fluglärm und Rheinspange

Zwar habe die Öko-Partei es sich auf die Fahne geschrieben, unter anderem den Äußeren Grüngürtel zu schützen und kein Go für Sportplätze auf der Gleueler Wiese zu wollen. Aber dazu reicht dem BUND das geplante Moratorium nicht aus.

Kölner Grüne sollen Bebauungsplan zu FC-Sportplätzen aufheben

„Bündnis 90/Die Grünen sollten eine Rückabwicklung des Verfahrens einleiten mit dem Ziel, den Satzungsbeschluss vom 18.6.2020 zum Bebauungsplan 63419/02 (Erweiterung RheinEnergieSportpark) aufzuheben“, forderte BUND-Vorstandsmitglied Helmut Röscheisen.

Nicht weit genug geht den Umweltschützern auch die Marschrichtung beim Thema Nachtfluglärm. Die Kritik: „So findet der von Grünen und CDU getragene Ratsbeschluss vom 10.12.2020 zur Fluglärmminderung und Klimaschutz beim Flughafen Köln/Bonn in der Bündnisvereinbarung keine Erwähnung. Als Gesellschafter kann die Stadt Köln bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH auf höhere Start- und Landeentgelte bei nächtlichen Fracht- und Passagiermaschinen und zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen für einen klimaneutralen Flughafen bis 2035 drängen.“

BUND kritisiert Grüne wegen Rheinspange bei Wesseling

Nach Ansicht des BUND gehört in die Bündnisvereinbarung von Grünen, CDU und Volt auch eine Wohnungsbauwende, „die bezahlbare Wohnungen vor allem durch Aufstockungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden schafft“.

Kritische sieht der BUND auch, dass in der Bündnisvereinbarung der vom Bundesverkehrsministerium vorgesehene Bau der A 553, der sogenannten Rheinspange bei Wesseling, ausgeklammert wurde. „Der wertvolle Weichholz-Auenwald mit vielen bedrohten Arten im Langeler Bogen darf nicht für Verkehrsplanungen geopfert werden, die aus der Zeit gefallen sind. Die Fläche ist für Naturschutz, Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung und Stadtklima Kölns unverzichtbar “, so Sabine Hammer vom BUND-Vorstand Köln.

Viele Bürger aus Langel hätten Grün gewählt, weil die Grünen vor der Kommunalwahl erklärt hatten, dass sie den Bau einer neuen Autobahn auf Stelzen zur Überquerung des Rheins über die geschützten Flächen verhindern werden. „Grün muss jetzt Farbe bekennen“, so Hammer. (MS)