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„Enormer Hype“Kölner ist die Nummer Eins in gefeierter Trendsportart

Jonas Hector beim Padelspielen.

Copyright: Herbert Bucco

Auch Ex-FC-Kapitän Jonas Hector war in Köln-Lövenich, wie hier am 2. Oktober 2021, schon auf den Padel-Courts aktiv.

Padel gehört zu den Trendsportarten der heutigen Zeit. Und in Deutschland ist vor allem Köln einer der Hotspots.

Dynamik, Action, schnelle Ballwechsel – entstanden ist die Trendsportart in den 1960er Jahren durch einen Zufall in Mexiko: Es geht um Padel. Vor allem in Spanien, Argentinien, Brasilien oder Italien erfreut sich die Sportart großer Beliebtheit.

Und auch in Deutschland finden immer mehr Sportlerinnen und Sportler Begeisterung für das vom Tennis abgeleitete Spiel. Der Deutsche Padel Verband e.V. (dpv) organisiert Meisterschaften, der Deutsche Tennisbund ist bestrebt, den Sport unter seiner Führung zu organisieren. Und auffällig ist: Viele Stricke der gehypten Sportart laufen in Deutschland in Köln zusammen.

Trendsportart Padel in den 1960er in Mexiko erfunden

Der Mexikaner Enrique Corcuera gilt als Begründer der Sportart. Er baute in den 1960er Jahren einen zu kleinen Tennisplatz an seinem Anwesen. Eine Stirnseite endete an seiner Hauswand, sodass er auch die gegenüberliegende Stirnseite mit einer drei Meter hohen Wand begrenzte. Die Spielfeldseiten wurden mit Maschendrahtzäunen geschlossen. So entstand der erste Padel-Platz der Geschichte.

Die Sportart, eine Mischung aus Tennis und Squash, wird auf einem kleinen Tennisplatz gespielt, der, wie beim mexikanischen Erfinder, durch Wände abgegrenzt ist. Gespielt wird immer im zwei gegen zwei, wodurch eine Partie immer mit hohem Tempo gespielt wird und es zu vielen spektakulären Ballwechseln kommt.

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Weltweit gibt es derzeit rund 20 Millionen Spieler, der absolute Primus in der Sportart ist Spanien – fünf der zehn weltbesten Spieler kommen aus dem südeuropäischen Land und Padel wird nach dem Fußball als Volkssport Nummer Zwei angesehen.

Kölner Padel-Pionier: Sportart ist leicht zu erlernen

In Deutschland ist die Sportart noch nicht so professionalisiert, allerdings immer weiter auf dem Vormarsch. Einer der Pioniere auf deutschem Gebiet ist Patrick Pihan, Geschäftsführer von padelBOX. Das Unternehmen betreibt deutschlandweit fünf Standorte mit insgesamt 30 Padel-Courts.

Gegenüber EXPRESS.de erklärt er, was die Sportart so faszinierend macht: „Zum einen ist der Einstieg sehr leicht und die Sportart für Anfängerinnen und Anfänger sehr leicht zu erlernen. Zum anderen schwingt auch der soziale Aspekt mit: Da immer zwei gegen zwei spielen, kommt es zu den unterschiedlichsten Konstellationen auf dem Platz. So spielt ein Sohn mit seinem Vater zum Beispiel gegen eine Ehefrau und ihren Mann. Man braucht also immer vier Leute, wenn man sich im Court beispielsweise daneben benimmt, hat man demnächst keine Mitspieler mehr.“

Beim Padel gehe es laut Pihan, der 2016 in Köln-Lövenich seine ersten Courts eröffnete und mittlerweile auch in Weiden welche anbietet, um Raffinesse und den Spaß am Sport.

Es sei ein wenig lässiger als Tennis, es gehe auch viel um das Miteinander. „Vor allem in den Sozialen Netzwerken erlebt Padel momentan einen enormen Hype. Das liegt auch daran, dass einige bekannte Persönlichkeiten den Sport für sich entdeckt haben“, sagt Patrick Pihan.

Köln als Hotspot – diese Promis spielen Padel

Jürgen Klopp zum Beispiel, oder Ex-Tennis-Star Michael Stich, auch Bundestrainer Hansi Flick ist ein Padel-Liebhaber. Patrick Pihan sagt: „Der 1. FC Köln oder die Kölner Haie kommen regelmäßig bei uns vorbei. Fußballvereine wie die TSG Hoffenheim oder FC Bayern München haben in ihren Trainingszentren mittlerweile Padel-Plätze.“

200.000 aktive Spielerinnen und Spieler werden für das Jahr 2024 in Deutschland erwartet, Tendenz steigend. Sogar die Kölner Sporthochschule hat Padel mittlerweile in ihr Curriculum aufgenommen.

„Als wir 2016 angefangen haben, waren wir zwischenzeitlich der größte Padel-Court-Anbieter Deutschlands. Die SpoHo hat Padel im Lehrplan, die besten Spieler spielen in Köln. Man kann schon sagen, dass Köln der deutsche Padel-Hotspot ist“, sagt Pihan gegenüber EXPRESS.de.

Johannes Lindemeyer ist Deutschlands bester Padelspieler, aktiv beim TC Weiden. Mit dem Tennis angefangen, kam der geborene Wuppertaler im Jahr 2014 zum Padel. Was macht den Sport für die Deutsche Nummer Eins so besonders? „Die Dynamik, die spektakulären Ballwechsel, die kurzen Pausen und das soziale Miteinander.“

Für die Zukunft wünsche er sich unter anderem professionellere Verbandsstrukturen und mehr Aufmerksamkeit für die Sportart. In Köln ist die auf jeden Fall schon gegeben und das Potenzial vom Padel längst noch nicht ausgeschöpft.

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