Kelly-Family-Mauer Fans errichten Gedenkstätte für verstorbene Barby in Köln

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Am Auenweg in Köln-Mülheim haben Fans eine Gedenkstätte für Barby Kelly errichtet. Auch am Samstag (15. Mai) kamen noch etliche dahin, um ihrer zu gedenken.

Köln – Es ist eine besondere Liebe, die viele Menschen weit über Köln hinaus seit Jahrzehnten verbindet. Umso betroffener hat der Tod von Barbara Ann „Barby“ Kelly (†45) viele Fans gemacht. In Köln-Mülheim gedenken viele Fans ihrer. Sie erinnern an die Künstlerin mit Blumen, Kerzen, Fotos, gemalten Bildern und Briefen, die sie an sie geschrieben haben.

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Sie haben die Herzen der Kinder der 1990er Jahre wie kaum andere erobert. Zu den Fans vom ersten Tag an gehören auch die Freundinnen Nadine K. (40) aus Monschau, Simone P. (43) aus Elsdorf und Alexandra B. (37) aus Aachen. Sie sind am Samstag (15. Mai) extra zur „Kelly Family-Wand“ am Auenweg gekommen, um sich persönlich von Barby zu verabschieden.

Dass dieser Ort zum Erinnern ausgewählt wurde, ist kein Zufall. Die Kelly Family lebte mit ihrem Hausboot lange im Mülheimer Hafen, quasi gleich hinter der Mauer. Barby Kelly wurde 45 Jahre alt. Sie starb am 15. April 2021.

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Fans trauern am Samstag (15. Mai) um die verstorbene Sängerin Barby Kelly an einer Gedenkstätte am Auenweg in Köln-Mülheim.

„Das war das Erste, das wir machen wollten, nachdem wir geimpft worden sind“, sagt Simone B., die als Heilerziehungspraktikerin arbeitet. Die drei Freundinnen haben sich Anfang der 2000er bei einem Konzert der Kelly Family im E-Werk kennengelernt. Sie waren bei vielen Konzerten, besonders die Straßenkonzerte mochte sie gerne. Bis heute verbindet sie die Liebe zur Kelly Family, die auch viele andere mit ihnen teilen.

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Unvergessen: Barby Kelly war ein beliebtes Mitglied der Kelly Family. Nach ihrem Tod haben Fans eine Gedenkstätte mit vielen Blumen, Kerzen, Fotos und Briefen für sie errichtet, die auch am Samstag (15. Mai) rege besucht wurde.

„Ich hatte schon ein wenig Tränen in den Augen, als ich hier her gekommen bin. Ich habe persönlich mit Barby gesprochen, sie auf vielen Konzerten auf der Bühne erlebt. Sie war immer die Tänzerin. Jetzt ist es leider real, dass sie nicht mehr da ist. Für mich ist es das Schlimmste, was passieren konnte, dass jemand aus der Kelly Family gestorben ist“, sagt sie im Gespräch mit dem EXPRESS.

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Treue Fans: Die Freundinnen Alexandra B. (links), Nadine K. (rechts) und Simone P. (43) beim Eröffnungskonzert der „Over the Hump Tour“ 2019 in der Kölner Lanxess-Arena.

Zuletzt waren die drei 2019 noch beim Eröffnungskonzert der „Over the Hump Tour“ in Köln. Sie hoffen, dass sie die Kelly Family bald wieder live erleben können. „Wir gehen zu allem, was mit der Kelly Family zu tun hat“, sind sich die Freundinnen einig und können kaum erwarten, dass die Corona-Pandemie bald wieder Konzerte zulässt.

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Einer von unzähligen Briefen an Barby Kelly an der Gedenkstätte in Köln-Mülheim, die Fans nach dem Tod der Sängerin für sie errichtet haben. „Ich werde dich nie vergessen liebe Barby. Du bleibst immer in meinem Herzen“, steht drauf.

So geht es auch Marek (39) aus Polen, der dort in der Stadt Elblag an der Ostsee lebt. Der Lastwagenfahrer hat in Köln extra für Barby Halt gemacht und eine Kerze für sie angezündet. „Auf dem Rückweg von England nach Polen musste ich einfach hier vorbeikommen. Ich habe in einer Fangruppe im Internet von diesem Ort hier erfahren und konnte nicht anders. Ich bin schon Fan solange ich denken kann“, sagt er.

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Lastwagenfahrer Marek aus Polen hielt am Samstag (15. Mai) extra für Barby Kelly in Köln an, um für sie eine Kerze anzuzünden.

Auch er war bei etlichen Konzerten. „In Deutschland, Polen oder in der Tschechischen Republik“, berichtet er. Er hofft, dass er in Polen, wo es aufgrund der Corona-Pandemie gerade auch keine Konzerte gibt, die Kelly Family wiedersehen kann. Und wenn sie nicht kommen? Er winkt mit einem Lächeln ab und sagt: „Kein Problem. Dann komme ich sehr gerne nach Deutschland, um sie zu sehen.“

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