Bundestagswahl Neue Hochrechnung bestätigt Kanzler-Krimi – hauchdünner Unterschied

Anwohner in Sorge Höllenlärm über Kölner Stadtgebiet – das ist der Grund

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Drei Eurofighter vom Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ aus Nörvenich bei einem Trainingsflug. Das Foto wurde 2018 aufgenommen.

Köln/Nörvenich – Kampfjets über Köln? Besorgte Anwohner aus dem Kölner Süden beschweren sich über heftigen Fluglärm über Sülz – auch über Rodenkirchen, Godorf und Wesseling wurde ein lautes Dröhnen wahrgenommen.

Laut Informationen des Flughafens Köln/Bonn waren das am Dienstagabend (27. Oktober) und in der Nacht zum Donnerstag (29. Oktober) allerdings keine zivilen Flugzeuge.

Kampf-Jets aus Nörvenich üben Nachtflug über Köln

EXPRESS fragte beim Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich im Kreis Düren nach.

Bis zum 15. Oktober sei die italienische Luftwaffe mit zehn Luftfahrzeugen zu Gast in Nörvenich gewesen. Das Flugaufkommen am Fliegerhorst sei in dieser Zeit erhöht gewesen. Inzwischen seien die Italiener aber wieder weg, erklärte ein Sprecher.

Derzeit seien in Nörvenich wieder Nachtflugwochen. Das heißt: Vom 26. bis zum 31. Oktober und vom 2. bis zum 6. November werden in der Region Nachtflüge durchgeführt.

Sieben Eurofighter pro Runde in der Luft

Gegen 21.30 Uhr seien die Kampfjets vom Typ Eurofighter aber meist wieder am Boden. Pro Runde seien ca. sieben Kampf-Jets in der Luft, so der Sprecher des Luftwaffengeschwaders. Dabei würden in Einzelfällen auch Kölner Stadtgebiete überflogen.

Insgesamt gibt es ungefähr zehn Nachtflugwochen, die von Nörvenich aus geflogen werden. Ansonsten wird vormittags und nachmittags geübt.

„Steadfast Noon“: Nato-Übung mit Atomwaffen

Zuletzt trainierte die deutsche Luftwaffe mit Nato-Partnern die Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Nach Informationen der Deutschen-Presse Agentur begann eine geheime Bündnisübung mit dem Namen „Steadfast Noon“ am 12. Oktober und endete am 23. Oktober.

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Das Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ ist in Nörvenich stationiert.

Dabei wurde unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Kriegsfall mit Nuklearwaffen bestückt werden könnten.

Nörvenich: Ausweichstandort für taktische US-Atomwaffen vom Typ B61

Ein Schauplatz der Übung war in diesem Jahr der Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen. Er gilt als möglicher Ausweichstandort für die taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61, die nach offiziell unbestätigten Angaben im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

In Büchel lief derzeit gleichzeitig die Übung „Resilient Guard“, bei der die Luftwaffe trainierte, den dortigen Fliegerhorst gegen einen möglichen Angriff zu verteidigen. Nach Angaben der Bundeswehr wurde dazu unter anderem der Einsatz des Flugabwehrraketensystems Patriot in schwierigem Gelände geübt. (mit dpa)

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