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Augen auf, Ohren zu Höllenlärm am Kölner Stadtrand: Israel schickt sechs Kampfjets

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Eine israelische F-16, fotografiert 2014.

Köln/Nörvenich – Unheimliches Grollen, ohrenbetäubendes Krachen, Donnern am Himmel: Ab Montag wird es im Luftraum über Nörvenich, Düren und Kerpen laut. Wohl sehr laut: Sechs F-16 Kampfflugzeuge aus Israel werden vom Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ im Fliegerhorst Nörvenich erwartet.

Der Anflug ist historisch: Zum ersten Mal schickt die israelische Luftwaffe Kampfjets nach Deutschland - für eine gemeinsame Übung mit der Bundeswehr.

Neben den gemeinsamen Militärübungen sollen die Jets (15 Meter lang, über 2000 km/h schnell, 25 Mio. Euro teuer) auch zu einem symbolträchtigen Erinnern beitragen: „Zum Gedenken an das Olympiaattentat von 1972 überfliegt eine deutsch-israelische Formation am 18.08.2020 den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck“, teilte die Luftwaffe am Donnerstag in Berlin mit.

Israelische und deutsche Luftwaffe üben erstmals zusammen in Deutschland

„Der Rückflug führt am Stadtrand von Dachau vorbei. Im Anschluss legt die deutsch-israelische Delegation in der dortigen KZ-Gedenkstätte einen Kranz nieder und gedenkt der Opfer des Holocausts sowie der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

Die israelische Übung „Blue Wings 2020“ in Deutschland dauert den Angaben bis zum 28. August. In der ersten Woche sollen die Luftwaffen beider Länder gemeinsam Übungsmanöver fliegen, in der darauffolgenden Woche würden „weitere Partnernationen“ eingebunden.

Die Luftwaffe erklärte, sie blicke „auf eine langjährige und intensive Zusammenarbeit“ mit den israelischen Kollegen zurück. Deutsche Eurofighter nahmen den Angaben zufolge zuletzt im vergangenen Jahr an einer Übung in Israel teil.

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Eine isrealische F-16 auf dem Luftwaffenstützpunkt Ovda, fotografiert 2013.

„Nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa ist es ein bewegendes Zeichen unserer heutigen Freundschaft, dass wir erstmals in unserer Geschichte Seite an Seite mit der Israelischen Luftwaffe fliegen“, betonte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz. „Das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ist uns heute Auftrag, Antisemitismus mit aller Konsequenz zu bekämpfen.“

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