Die Kneipe „Jupp der Schotte“ in Köln-Holweide auf der Bergisch-Gladbacher Straße ist jetzt dauerhaft geschlossen.
„Steckt Herzblut drin“Entscheidung über Traditionskneipe in Kölner Veedel gefallen

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Jupp Kievernagel und seine Frau Cornelia im Juli 2018.

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Veedelstreffpunkt, „Wohnzimmer“ für die Nachbarschaft, Konzertsaal – es gibt wohl viele Namen für „Jupp den Schotten“ auf der Schäl Sick. Allerdings: Die Kneipe in Holweide ist seit einigen Wochen verwaist. Renovierungsarbeiten? EXPRESS.de hakte nach: Was ist bloß mit dem Schotten los?
„Ich habe mich schweren Herzens entschieden, in den wohl verdienten Ruhestand zu gehen“, sagt Jupp Kievernagel, als wir ihn telefonisch erreichen. Und dabei wird er emotional: „Denn durch Corona habe ich mir überlegt, den Laden aufzugeben.“
Köln: „Jupp der Schotte“ geht in Rente – nach über 30 Jahren
Rückblick: 2018 zog „Jupp der Schotte“ um von der Piccoloministraße hin auf die Bergisch-Gladbacher Straße nach Holweide. „Ein Schritt, der mich viel Geld und Nerven gekostet hat“, sagt der 65-Jährige. Kaum war die neue Kneipe fertig, erreichte auch Köln die Pandemie.

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Dauerhaft geschlossen: die Kneipe „Jupp der Schotte“ in Köln-Holweide auf der Bergisch-Gladbacher Straße.
Kievernagel: „Erst habe ich noch abgewartet, aber dann hat es einfach keinen Sinn mehr gemacht.“ Was ihm und seiner Frau Cornelia bleibt, ist der Dank. „Ohne die Gäste wären wir nie so weit gekommen. Über 30 Jahre waren wir in Holweide.“
Jupp der Schotte – so manches Drama im Veedel hat er schon erlebt. Er lacht: „Darüber erzähle ich aber nichts. Wie heißt es so schön: Der Pastor und der Wirt müssen die Schnauze halten.“
Köln: „Jupp der Schotte“ wohl für immer Geschichte
Aber wie geht es jetzt weiter mit den Räumlichkeiten? „Ich bin aus dem Mietvertrag raus, mehr kann ich aktuell noch nicht sagen.“ Allerdings war ein anderer Holweider Gastronom interessiert – doch letztlich klappte die Übernahme nicht. Jupp meint: „Ich hätte die Kneipe gerne in andere Hände übergeben. Da steckt viel Herzblut drin.“
Jetzt will er erst einmal seine Rente genießen und mit dem Enkelchen viel unternehmen. „Das hat auch was. Obwohl mich viele Menschen ansprechen, ich soll doch bitte wieder eine Kneipe aufmachen.“
Wenn man Jupp Kievernagel so zuhört, wird daraus wohl vorerst nichts werden. „Ich werde jetzt 66. Da ist es vielleicht auch mal an der Zeit, den Ruhestand zu genießen. Aktuell bin ich ganz zufrieden, so wie es ist.“

