Im Megapark auf Mallorca fand das Finale des Casting-Wettbewerbs „Malle Megastar“ statt. Am Ende jubelte ein Sänger, der sonst im Kölner Karneval anzutreffen ist.
Er ist der erste „Malle Megastar“Kölner Karnevals-Sänger holt sich die Ballermann-Krone

Copyright: Banijay Germany
Leon Heidrich, Frontmann der Kölner Band Scharmöör, präsentiert stolz die Trophäe, die er am Donnerstagabend (27. August 2026) als Sieger von „Malle Megastar“ bekommen hat.
Aktualisiert:
Er hat es tatsächlich geschafft. Leon Heidrich (33) ist der Sieger bei „Malle Megastar 2026“. Auf ihn warten ein exklusiver Plattenvertrag bei Universal und eine potenzielle Karriere auf Mallorca.
Im Megapark auf Mallorca ging am Donnerstagabend (27. August 2026) das Finale des Casting-Wettbewerbs über die Bühne. Am Ende setzte sich einer durch, der sonst im Kölner Karneval zu Hause ist – als Sänger der Band Scharmöör.
Über 1000 Bewerber träumten vom Titel „Malle Megastar“
Aus knapp über 1000 Bewerberinnen und Bewerbern hatten sich fünf Nachwuchs-Acts über mehrere Casting-Runden bis ins Finale durchgesetzt. Gemeinsam mit der Jury aus Mia Julia, Marc Eggers, Rumbombe und Markus Krampe brachten sie den Megapark beim Live-Finale zum Beben.
Auf einer der weltweit heißesten Bühnen zeigte sich, wer nicht nur die Jury, sondern auch das Mallorca-Publikum für sich gewinnen kann. Schließlich setzte sich Leon mit seinem Song „Rotzevoll am Strand“ gegen vier weitere Acts durch und sicherte sich den Sieg bei der ersten Ausgabe von „Malle Megastar 2026“.
„Das ist der Wahnsinn. Alles total verrückt, was da passiert ist“, sagte der Sieger des Abends zu EXPRESS.de. „Ich habe zwar gefeiert. Aber um selbst rotzevoll am Strand zu liegen, ist überhaupt keine Zeit.“

Copyright: Banijay Germany
Leon Heidrich (3.v.l.) mit der Jury von „Malle Megastar“: Rumbombe, Mia Julia, Marc Eggers und Markus Krampe (v.l.).
„Leon hat gezeigt, warum er diesen Titel verdient hat“, lobte Juror Marc Eggers den Kölner. „Von den ersten Castings bis zu diesem Moment im Megapark war es eine unglaubliche Reise. Aber eigentlich geht es jetzt erst richtig los: Mit dem eigenen Song, einem Plattenvertrag und den kommenden Auftritten bekommt Leon die Chance, sich in der Szene einen eigenen Namen zu machen. Genau das wollten wir mit ‚Malle Megastar‘ ermöglichen.“
Im Finale stand auch Pitschel (Max Pitschel, 25, aus Titisee-Neustadt bei Freiburg) mit seinem Song „Asozial“. Maister (Marvin Heinrich, 27, aus Reeßum bei Bremen) trat mit dem Titel „Nicht durch ‘n Zoll“ an. Die Bierbrudis (Zain Stief, 46, und Robin Lavallée, 32, aus Berlin) wollten mit „Halte den Pegel“ punkten.

Copyright: Banijay Germany
Alle Finalisten vor ihrem Auftritt bei „Malle Megastar“ im Megapark.
Die Schweizerin Chanelle Wyrsch (30, lebt auf Mallorca) komplettierte das Finale als Gewinnerin einer Wildcard. 2017 erreichte sie das Halbfinale von „Deutschland sucht den Superstar“, 2020 war sie die Schweizer Bachelorette. Im Finale trat sie mit ihrem neuen Song „Malle 4 Life“ an.
Leon Heidrich, der Frontmann der Band Scharmöör, schaffte es 2015 bei „Deutschland sucht den Superstar“ in die Top 10. Jury-Mitglied Markus Krampe wählte ihn bei den Castings für das Finale aus und glaubte vom ersten Moment an an die Siegchance.

Copyright: Banijay Germany
Leon Heidrich bei seinem Auftritt im Finale von „Malle Megastar“ im Megapark.
„Als ich von dem Wettbewerb erfahren habe, wollte ich einfach mal mein Glück versuchen“, sagt der Sänger zu EXPRESS.de. „Ich bin ein Ballermann-Kind, fahre seit 15 Jahren ein- bis zweimal im Jahr unter anderem mit meiner Fußballmannschaft dahin.“
Auch wenn er mit Scharmöör seit sieben Jahren im Karneval eine feste Größe ist, betrat er auf der Megapark-Bühne Neuland. Über 20 Freunde, darunter auch Band-Gitarrist Frederik Seifert, waren vor Ort, um die Daumen zu drücken. Zudem schickten viele Kölner Karnevalsgesellschaften Mutmacher-Botschaften.

Copyright: Daniela Decker
So kennen die Jecken Leon Heidrich (l.). In Köln und Umgebung ist er mit seiner Band Scharmöör seit Jahren aktiv.
Dem 33-Jährigen winken jetzt viele Ballermann-Auftritte. Den Karneval will er trotzdem nicht verlassen. „Scharmöör bleibt mein Baby. Wir haben so viel Zeit und Energie da rein gesteckt. Das werde ich niemals aufgeben. Ich will mich einfach mal in einem weiteren Genre ausprobieren. Im Sommer haben wir freie Zeitfenster, wo ich künftig gerne häufiger an der Playa auftreten möchte.“
Den Final-Song „Rotzevoll am Strand“ hat Rumbombe-Produzent Daniel Américo Barbosa für den Kölner geschrieben. „Ich finde die Nummer cool. Sie passt zum Megapark. Aber dadurch werde ich mich als Mensch nicht verändern“, sagt der Sänger lachend.
