11.11. in Köln Kölsch-Preis wird so hoch wie nie: „Die Preise explodieren“

Kölsch im Glas, im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen.

Das Kölsch wird zu Sessionsbeginn teurer. Aber nicht überall.

Erstmals kostet ein Glas Kölsch am 11.11. in Köln drei Euro. EXPRESS.de sprach mit Maritim Hotel-Chef Henrik Große-Perdekamp.

Es ist eine magische Schallmauer – und diese wird am 11.11. in Köln nun durchbrochen: Im Maritim-Hotel am Kölner Heumarkt wird eine Stange Kölsch (0,2 Liter) ab diesem Tag dann drei Euro kosten.

„Es ist einfach nicht anders darstellbar“, erklärt Henrik Große-Perdekamp, Chef des Kölner Maritim-Hotels, auf Nachfrage. „Die Preise explodieren, das muss man niemandem erzählen. Und wir haben fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb mussten wir diesen Schritt jetzt einfach gehen, um wirtschaftlich zu arbeiten“, so der Hotel-Chef.

Köln: Kölsch-Preis steigt an, aber Kneipen wollen sensibel reagieren

Im Saal am Heumarkt wird auch weiterhin Sion-Kölsch angeboten, welches zur Radeberger-Gruppe oder „Haus kölscher Brautradition“ gehört. Unter diesem Dach vereinen sich unter anderem auch Dom Kölsch, Sester, Gilden und Peters. Deshalb prophezeit Große-Perdekamp auch: „Wir werden nicht die einzigen bleiben. Denn für Dezember ist noch einmal eine Erhöhung angekündigt.“

In Zeiten von Inflation und erhöhten Rohstoffpreisen wohl ein unumgänglicher Schritt für die Brauerei.

Allerdings: Pünktlich zum 11.11. sollten Jecke unterscheiden zwischen Kneipe und Saal! Denn in der Kneipe ist es meist etwas günstiger.

Weil: „Natürlich sind alle Kosten für einen Saalbetreiber immens gestiegen“, sagt Marcus Sartory von den Sartory-Sälen in der Friesenstraße. Er will aber bei einem Kölsch-Preis von 2,40 Euro für den 11.11. bleiben.

„Was danach geschieht, hängt dann von der Erhöhung im Dezember ab.“ Auch im Sartory wird Dom-Kölsch ausgeschenkt. Er hoffe aber, dass das Kölsch in der Session auch nach der Erhöhung deutlich unter drei Euro bleiben wird.

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Genau so sieht es in der Kölner Altstadt und damit in den Kneipen aus. „Wir werden auch bei 2,40 Euro am 11.11. landen“, sagt der Betreiber eines großen Brauhauses. „Klar müssen wir zum Sessionsauftakt ein wenig erhöhen, weil wir unter anderem Kosten für Security und Co. haben. Aber ich hoffe, dass wir die drei Euro auf absehbare Zeit nicht erreichen werden.“

Unisono sagen aber alle Gastro-Experten, dass auch das kölsche „Grundnahrungsmittel“ verständlicherweise nicht an weiteren Preiserhöhungen vorbeikommen wird. Eine Spirale, die aber nicht viel mit „Raffgeiertum“ zu tun hat, sondern leider den Umständen geschuldet ist.

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