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„Lage ist nicht dramatisch“ Trotz Corona-Explosion: Stadt Köln zieht positives Fazit zu Karneval 2022

Menschen feiern an Karneval auf der Zülpicher Straße in Köln.

An Karneval, hier ein Foto von der Zülpicher Straße am Rosenmontag, war die Stimmung vielerorts ausgelassen. Doch seitdem steigen die Corona-Zahlen in Köln stark an.

Seit Karneval 2022 sind die Corona-Zahlen in die Höhe geschossen. Da liegt ein Zusammenhang auf der Hand, auch wenn Experten vor schnellen Schlüssen warnen. Jetzt hat die Stadt Köln ein Fazit gezogen.

Die Bilder hatten, zumindest in vielen Teilen der Stadt, an ein Fastelovend vor Corona erinnert. Während sich der organisierte Karneval wegen des Ukraine-Kriegs und der Pandemie zumindest zurückhielt, wurde an Hotspots wie der Zülpicher Straße ausgelassen gefeiert. Corona-Bedenken? Kaum. Die Stadt Köln hatte das Feiern ausdrücklich erlaubt, mitmachen durfte nur, wer 2G plus erfüllte.

„Erhöhtes Corona-Schutzniveau“ hieß das, als Stadtdirektorin Andrea Blome im Vorfeld in Abstimmung mit der Landesregierung NRW das gesamte Stadtgebiet zur Brauchtumszone erklärte.

Karneval 2022 in Köln: Corona-Zahlen schnellen nach jecken Tagen in die Höhe

Doch der Plan ging, zumindest statistisch, nicht auf. Seit Karneval steigen die Corona-Zahlen enorm, am Mittwoch (9. März) meldet das Landeszentrum Gesundheit 5117 Neuinfektionen für Köln, der Inzidenzwert ist auf 2695 in die Höhe geschossen – mehr als das Doppelte des Niveaus vor Karneval.

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Da liegt ein Zusammenhang auf der Hand, auch wenn Experten wie der Bonner Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck davor warnen, ihn als sicher anzusehen.

Die Stadt Köln zieht zu Karneval 2022 jedenfalls ein positives Fazit, trotz der Corona-Explosion. „Auch im Nachhinein ist die Stadt Köln davon überzeugt, damit (mit dem eigenen Konzept, d. Red.) die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage von EXPRESS.de.

Corona-Lage in Köln: Ist der Karneval der Grund für die vielen neuen Infektionen?

Einen Anstieg der Zahlen hätten Experten für Ende Februar ohnehin vorhergesagt. Besonders ausgeprägt sei er in der Altersklasse von 20 bis 29 Jahren. In dieser Gruppe, die auf Hotspots wie der Zülpicher Straße wohl am meisten vertreten war, liegt der Inzidenzwert am Mittwoch etwa bei 5400 Punkten.

Dies könne ein Anzeichen für Ansteckung im Zusammenhang mit Karneval sein, heißt es von der Stadt gegenüber EXPRESS.de. „Eine ursächliche Erklärung des Inzidenzanstiegs durch den Karneval ist aber nicht sicher beurteilbar, auch aufgrund der erheblich zurückgefahrenen Kontaktnachverfolgung“.

Etwa 100.000 pro Tag: Für Karneval wurden extrem viele Bürgertests in Anspruch genommen

Besonders auffällig in dem Zusammenhang ist die enorme Zahl der Bürgertests, die rund um Karneval in Anspruch genommen werden musste. Klar, für Party im Innenraum (z.B. in einer Kneipe) brauchten selbst Geboosterte einen Test. Und mehr Tests sorgen in den meisten Fällen auch für mehr (bekannte) positive Corona-Befunde.

Die Zahlen dazu: Laut Stadt Köln wurde am Freitag nach Weiberfastnacht (25.Februar) die höchste Anzahl mit 130.416 Tests erreicht. Aber auch an Weiberfastnacht (103.640), Karnevalssamstag (103.264), Karnevalssonntag (91.188) und Rosenmontag (104.790) waren Bürgertests extrem gefragt.

Stadt Köln: Lage in den Krankenhäusern auch nach Karneval stabil

Besonders wichtig aus Sicht der Stadt: Ein hoher Inzidenzwert oder viele Neuinfektionen bedeuten nicht automatisch auch schwere Verläufe. Vor allem dann, wenn besonders geimpfte junge Personen betroffen sind. Sowohl auf den Allgemein- als auch den Intensivstationen der Krankenhäuser sei die Auslastung mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten moderat, so die Stadt.

„Da die Krankenhausauslastung als ein Indikator der Krankheitsschwere keine Zuspitzung der Infektionsdynamik anzeigt, kann die Lage derzeit als nicht dramatisch bezeichnet werden“, heißt es gegenüber EXPRESS.de. Das Gesundheitsamt werde die Lage aber weiter beobachten und analysieren.

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