Straffällig und aggressivJunge (17) zückt Messer in Kölner ICE – was die Polizei danach noch fand

Mehrere Männer und Frauen gehen mit ihrem Gepäck durch den Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Am Bahnhof Köln Messe/Deutz, hier ein Symbolfoto aus dem Sommer 2023, wurden die jungen Männer von der Bundespolizei gestoppt.

Ein 17-Jähriger muss sich wegen seiner Taten in einem ICE nach Köln jetzt verantworten.

von Thomas Werner (tw)

In einem ICE von Düsseldorf nach Köln ist am Samstagmorgen (15. Juni 2024) die Lage kurzzeitig eskalierte. Ein 17-Jähriger zückte gegenüber der Bundespolizei sogar ein Messer, wurde aber gestoppt und muss sich nun verantworten.

Gegen 7.15 Uhr hatten Zeugen das Zugpersonal über ein Diebes-Duo informiert. Der 17- und der 18-Jährige, die im Hauptbahnhof Düsseldorf ohne Gepäck den ICE betreten hatten, waren kurz darauf plötzlich mit zwei Koffern im Zug unterwegs.

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Die Folge: Am Haltepunkt Köln Messe/Deutz zog das DB-Personal die Bundespolizei hinzu. Die Einsatzkräfte stellten die Identität der Männer fest und durchsuchten sie.

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Dabei verlor einer der Verdächtigen die Kontrolle: Der 17-Jährige griff während der Durchsuchung plötzlich nach hinten und zog ein Messer aus dem Hosenbund. Einer der Beamten reagierte blitzschnell, brachte den Mann zu Boden und fesselte ihn.

Bei der weiteren Durchsuchung fand die Bundespolizei zudem hochwertige Kopfhörer und drei Smartphones, die dem Minderjährigen nicht gehörten. Beide Männer wurden zunächst festgenommen.

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Ermittlungen hinsichtlich eines der beiden Smartphones sowie des Kopfhörers ergaben, dass diese einem 27-Jährigen gehörten, der gegen 6.15 Uhr einen Zug vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Flughafen nutzte und dabei einschlief. Als er erwachte, waren die Gegenstände gestohlen.

Er konnte sein Smartphone allerdings in Köln orten, wo es sich inzwischen in den Händen der Beamten befand. Sein Eigentum im Wert von ca. 670 Euro soll er zurück bekommen, die beiden geklauten Koffer waren bereits im Zug wieder den rechtmäßigen Besitzern übergeben worden.

Ein weiteres Smartphone gehörte einem 39-Jährigen, ihm war es ebenfalls geklaut worden. Auch er konnte sein Smartphone, im Wert von ca. 1500 Euro, auf der Dienststelle orten, sodass er es zurückbekam. Die Ermittlungen zum dritten Handy laufen noch.

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Wie geht es mit den Verdächtigen weiter? Die Bundespolizisten eröffneten mehrere Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, unter anderem mit Waffen, sowie einer versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Sie übergaben den 17-Jährigen dem Gewahrsamsdienst des Polizeipräsidiums Köln. Er muss sich nun vor einem Haftrichter verantworten. Den 18-Jährigen entließen sie von der Dienststelle.