Polizei fahndet Verurteilter Bandidos-Rocker flieht aus Gefängnis in Euskirchen

Hells Angels festgenommen Schüsse in Ostheim: Der Kölner Rockerkrieg eskaliert

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Dieses Motorrad gehört einem der beteiligten Männer. Er wird der Rockergruppe „Hells Angels“ zugeordnet. 

Köln – Es waren Szenen wie aus einem Thriller: Polizisten fahren in Streifenwagen vor, springen mit gezückten Waffen raus und entdecken vor einem Café drei schwer verletzte Männer mit Schusswunden. Die Beamten kümmern sich um die Opfer, bis alarmierte Rettungskräfte eintreffen und die Versorgung übernehmen.

Nach derSchießerei in Ostheim (hier mehr lesen) scheint klar zu sein: Der Kölner Rockerkrieg eskaliert.

Es ist Samstagnacht, 23.30 Uhr: Mehrere muskelbepackte und tätowierte Männer sitzen zusammen im „International Café“ am Steinrutschweg. Plötzlich schrecken Anwohner, aufgeweckt durch lautes Gebrüll, aus dem Schlaf. Als sie aus dem Fenster schauen, fallen Schüsse vor dem Lokal.

Sofort gehen Notrufe bei Polizei und Feuerwehr ein. Neben allen verfügbaren Streifenwagenbesatzungen in der Nähe, werden mehrere Rettungswagen und Notärzte losgeschickt. Als die ersten Polizisten wenige Augenblicke später ankommen, sehen sie drei schwer verletzte Männer mit Schusswunden vor dem Café liegen.

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In unmittelbarer Nähe wurde auch diese Pistole gefunden

Die Einsatzkräfte versorgen und betreuen die Verletzten, bis die ersten Rettungssanitäter und Notärzte eintreffen. Dann Aufatmen: Keiner der Angeschossenen schwebt in Lebensgefahr.

Fahndung läuft

Zeitgleich wird eine Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern eingeleitet. Augenzeugen haben beobachtet, wie mehrere Männer unmittelbar nach den Schüssen in mehreren Autos vom Tatort geflüchtet sind.

„Wir haben in unmittelbarer Nähe drei Tatverdächtige angetroffen und vorläufig festgenommen. Ein vierter Mann stellte sich kurz darauf auf einer unserer Polizeiwachen.

Vier Festnahmen

Die vier Männer werden nun durch die zuständigen Ermittler vernommen“, erklärt ein Sprecher der Behörde am nächsten Tag.

Die Beamten rechnen nicht mit tatsächlicher Unterstützung durch die Beteiligten bei der Tataufklärung. „Wir wissen, dass einige der Beteiligten zu den Hells Angels gehören. Erfahrungsgemäß sind weder Tatverdächtige noch Opfer in diesen Kreisen besonders auskunftsfreudig. Auch diese Tat werden wir nur durch genaue und gute Polizeiarbeit aufklären müssen“, so ein Ermittler.

Tatwaffen sichergestellt

Neben diversen Patronenhülsen wurden auch zwei mutmaßlich Tatwaffen sicher gestellt. Nach EXPRESS-Informationen waren keine anderen Rockergruppen an der Auseinandersetzung beteiligt. Was der Anlass des blutigen Konflikts war, müssen nun die weiteren Ermittlungen ergeben.
Klar ist: Im Rocker-Milieu scheint es weiter zu brodeln.

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