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Nach Röggelchen-SkandalWucher-Hahn: Hier kostet der Klassiker so viel wie ein Döner

Halve Hahn, der Brauhaus-Klassiker: Bei den Preisen gibt es heftige Unterschiede.

Copyright: Stefan Worring

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Für den Brauhaus-Klassiker Halve Hahn zahlen Gäste ganz unterschiedlich. Der große Überblick.

2,40 Euro Unterschied für dasselbe Gericht. Der Röggelchen-Wirbel um den Halve Hahn bei Früh hat in den vergangenen Tagen ganz Köln beschäftigt.

Dabei lohnt auch ein Blick auf eine andere Zahl, über die in der Debatte bisher kaum gesprochen wird: den Preis. Denn der klassische Brauhausteller aus Röggelchen oder Brauhausbrot, Käse oder Mettwurst, Senf und Zwiebeln kostet in Kölns Brauhäusern alles andere als überall gleich viel.

Halve Hahn im Preisvergleich: Wo gibt es ihn am günstigsten, wo ist er besonders teuer

Am günstigsten ist der Halve Hahn in der Schreckenskammer: Dort zahlen Gäste 6,50 Euro. Nur unwesentlich teurer ist er bei Reissdorf am Hahnentor mit 6,80 Euro. Laut Gastronom Martin Schlüter zählt das Gericht hier zu den Top-10-Produkten auf der Karte. Für 7 Euro gibt es ihn im Brauhaus zum Pfaffen am Heumarkt.

Die breite Mitte bildet die 7,90-Euro-Marke. Zu diesem Preis gibt es den Halve Hahn unter anderem bei Gaffel am Dom, im Sion-Brauhaus, in der Brauerei zur Malzmühle, bei Früh am Dom und im Brauhaus Pütz. Etwas günstiger liegt Päffgen an der Friesenstraße mit 7,50 Euro.

Am oberen Ende der Preisspanne liegen Peters Brauhaus, Gilden im Zims und Max Stark bei je 8,50 Euro, Haus Töller nimmt 8 Euro. Den Spitzenwert hält aber ein zweiter Päffgen-Kölsch-Standort: Im Bierhaus en d'r Salzgass am Heumarkt kostet der Halve Hahn sogar 8,90 Euro. Der teuerste in unserem Vergleich. Für den Preis bekommt man schon einen Döner.

Macht in der Summe: 14 Kölner Brauhäuser, eine Preisspanne von 6,50 bis 8,90 Euro. Ein Unterschied von 2,40 Euro für ein und denselben Klassiker.

Verglichen wurde nur der Preis, nicht Größe und Qualität.

Der Vergleich fällt gerade jetzt ins Auge, weil der Halve Hahn ohnehin in aller Munde ist. Seit dem 26. Oktober serviert die Früh-Brauerei das Traditionsgericht mit normalem Brauhausbrot statt mit dem Röggelchen. Aus Sicht des Unternehmens unter anderem eine Reaktion auf eine in den vergangenen Jahren schleichend zurückgegangene Nachfrage.

In Köln sorgte das für hitzige Diskussionen ums „kölsche Grundgesetz“. Reissdorf-Gastgeber Schlüter stellte dazu klar: Die Röggelchen selbst anzutasten, komme für ihn „niemals infrage“. Als der Preis dafür vor einigen Jahren um 20 Cent angehoben wurde, habe es mehr Empörung gegeben als bei einer Kölsch-Preiserhöhung. (mt)