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Parks und GrünoasenForsa-Umfrage in Köln mit zum Teil erschütternden Ergebnissen

Eine große Rasenfläche ist von Bäumen umgeben, im Hintergrund der Kölner Dom.

Copyright: Uwe Weiser

Die Kölner Parks und Grünanlagen haben in einer Forsa-Umfrage nicht immer gut abgeschnitten. Das Foto zeigt den Kölner Dom vom Rheinpark aus fotografiert am 25. Juli 2021. 

Köln hat viele Parks und Grünoasen. Aber sind die Kölnerinnen und Kölner damit auch zufrieden?

Eine Umfrage der Initiative „Grün in die Stadt“ zeigt: Fast jede bzw. jeder vierte Befragte in Köln ist unzufrieden mit den Grünanlagen in der Stadt. Das hat eine Forsa-Umfrage ergeben.

Im Auftrag von „Grün in die Stadt“ – einer Initiative des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) – hat Forsa im Juni 2022 jeweils 1000 Personen ab 18 Jahre in Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Köln repräsentativ befragt.

Städtische Parks in Köln: Viele unzufrieden mit Pflegezustand

Nur 65 Prozent der befragten Kölnerinnen und Kölner zeigten sich demnach mit der Zahl der städtischen Parks und Grünoasen zufrieden. 24 Prozent der Befragten gaben zudem an, unzufrieden mit dem Pflegezustand der städtischen Parks zu sein.

Bei der Bewertung des Pflegezustands der Grünanlagen ist Berlin mit deutlichem Abstand Schlusslicht. Am glücklichsten mit den Parks in ihrer Stadt sind die Menschen aus München und Hamburg.

Laut Forsa-Umfrage viel Kritik in Köln an politischen Park-Verantwortlichen

Auch das Engagement der politischen Entscheiderinnen und Entscheider für Stadtgrün wird unterschiedlich bewertet. Während in München (68 Prozent), Leipzig (65 Prozent) und Hamburg (60 Prozent) zwar über die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner den Eindruck hat, dass das Thema Parks und Grünanlagen den politischen Verantwortlichen (sehr) wichtig sei, bewerten das lediglich 43 Prozent der Kölnerinnen und Kölner und 36 Prozent der Berlinerinnen und Berliner ähnlich.

Dennoch sind die Menschen in allen befragten Städten mehrheitlich zufrieden mit ihrem urbanen Grün-Angebot. So geben 83 Prozent der Befragten in München an, mit ihren öffentlichen Parks, Gärten und Grünflächen (sehr) zufrieden zu sein. Auf Platz zwei folgen Hamburg und Leipzig mit jeweils 81 Prozent. In Berlin und Köln fällt das Urteil im Vergleich verhaltener aus: 71 Prozent der Berlinerinnen und Berliner und nur 66 Prozent der Kölnerinnen und Kölner sind insgesamt (sehr) zufrieden mit dem öffentlichen Grün in ihrer Stadt.

Auch in Köln: Viele haben keinen Zugang zu privatem Garten

In allen fünf bundesdeutschen Großstädten haben rund ein Drittel der Befragten keinen Zugang zu einem privaten Garten oder begrünten Innenhof. Entsprechend regelmäßig wird das öffentliche Grünangebot von den Menschen, die in den Metropolen wohnen, genutzt. In nahezu allen abgefragten Städten suchen zwei Drittel der Befragten mindestens einmal in der Woche eine städtische Grünflache auf. Einzige Ausnahme ist Berlin: Hier trifft dies nur auf 55 Prozent der Befragten zu.

Dabei wird von allen Städterinnen und Städtern als Hauptgrund für den Besuch von Parks und Co. Entspannung und die Stärkung des eigenen Wohlbefindens angegeben.

Auch in Köln: Einigkeit über Beitrag von Parks zum Klimaschutz

Auch über den Beitrag von städtischen Parks und Grünanlagen zum Natur- und Klimaschutz herrscht zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der fünf Großstädte Einigkeit. Fast alle Befragten halten Parks und Grünanlagen für den Klima- und Naturschutz für (sehr) wichtig. In Leipzig teilen 98 Prozent, in Hamburg 97 Prozent, in Berlin und München jeweils 96 Prozent und in Köln 95 Prozent diese Auffassung.

„Die Ergebnisse zeigen: Städtische Parks, Gärten und Grünflächen sind wichtig für die Lebensqualität in den bundesdeutschen Metropolen. Auch weil sie für viele der Bewohnerinnen und Bewohner die einzige Möglichkeit sind, unkompliziert ‚ins Grüne‘ zu kommen“, kommentiert Jan Paul, Sprecher der Initiative „Grün in die Stadt“ und BGL-Vizepräsident, die Ergebnisse.

Gleichzeitig würden seit Jahren die Investitionen von Städten und Gemeinden in öffentliches Grün sinken, so Paul weiter: „Mit unserer Initiative möchten wir kommunale Entscheidungsträger und -trägerinnen ermutigen: Nutzen Sie die zahlreichen Förderprogramme, die vom Bund und der EU für den Erhalt und die Weiterentwicklung von urbanem Grün angeboten werden, rufen Sie diese ab und investieren Sie weiterhin aktiv in grüne Städte!“ (red)

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