Feuerwehr und Rettungsdienst waren in Mülheim im Einsatz. Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus ging es um Menschenleben.
Flammenhölle in KölnHeftig, was Feuerwehr bei Sicherheitskontrolle vorfindet

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Die Kölner Feuerwehr ist am Montagnachmittag (23. März 2026) in Mülheim im Einsatz, wo eine Wohnung im Vollbrand stand (Archivfoto).
Aktualisiert
Dramatischer Einsatz in Köln-Mülheim: Feuerwehr und Rettungsdienst sind am Montagnachmittag zur Rixdorfer Straße alarmiert worden. Einsatzstichwort: Feuer mit Menschenrettung.
Der Brand war in einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Gegen 15.20 Uhr wählten mehrere Menschen den Notruf. Wie Wehrsprecherin Susanne Hörle gegenüber EXPRESS.de berichtete, wurde mindestens eine Person vermisst.
Köln-Mülheim: Flammeninferno in Wohnung
Nach ersten Informationen brach das Feuer in einer Küche im Erdgeschoss aus. Wenig später stand die komplette Wohnung in Brand. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, schlugen hohe Flammen aus dem Fenster und pechschwarzer Rauch quoll ins Freie.
Im ersten Stock machte eine Bewohnerin an einem Fenster auf sich aufmerksam. Die Rauchentwicklung war so enorm, dass sie es nicht durchs Treppenhaus schaffte. Schnell bauten Feuerwehrleute das Sprungpolster auf, so dass sich die Frau durch einen Sprung in Sicherheit bringen konnte.
Eine Person, die zunächst als vermisst galt, wurde kurze Zeit später über eine Steckleiter aus dem Erdgeschoss gerettet. Zwei weitere Personen wurden von der Feuerwehr über die Drehleiter in Sicherheit gebracht.
Unfassbar: Als die Einsatzkräfte alle Wohnungen noch mal sicherheitshalber kontrollierten, entdeckten sie im ersten Obergeschoss noch eine Person – sie lag auf ihrer Couch. Die Wehrleute brachten sie mittels einer Fluchthaube ins Freie.
Rettungsdienst sichtet zehn Personen
Gegen 15.45 Uhr hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle, gegen 16.05 Uhr konnte sie „Feuer aus“ melden. „Insgesamt zehn Personen wurden durch den Rettungsdienst gesichtet, zwei davon wurden ins Krankenhaus gebracht. Sie gelten als leicht verletzt“, erklärte Wehrsprecherin Hörle.
Auch zwei Vierbeiner, ein Hund und eine Katze, konnten gerettet werden. „Beiden geht es gut“, so Susanne Hörle.
Das Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar, das Amt für Wohnungswesen unterstützt bei der Unterbringung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt rund 50 Kräften im Einsatz. Ein Teil von ihnen ist derzeit weiter vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (iri)

