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Finanzbericht legt Details offenErzbistum Köln macht Millionen-Gewinn

01.10.2025 Köln. Vorstellung Finanzbericht 2024 des Erzbistums Köln. Gordon Sobbeck. Foto: Alexander Schwaiger

Copyright: Alexander Schwaiger

 Gordon Sobbeck, Ökonom des Erzbistums Köln, stellt den Finanzbericht vor. 

Weniger Mitglieder, aber steigende Kirchensteuereinnahmen: Das Erzbistum Köln profitiert von Steuereinnahmen auf Vor-Corona-Niveau. Für die umstrittene Hochschule des Erzbistums wurde weniger Geld ausgegeben als geplant.

Das Erzbistum Köln hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 15,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sei zum Großteil auf Mehreinnahmen durch die Kirchensteuer zurückzuführen, sagte der Ökonom des Erzbistums Köln, Gordon Sobbeck, bei der Vorstellung des Finanzberichts 2025 am Dienstag in Köln. Die Kirchensteuereinnahmen stiegen demnach um rund 2,7 Prozent oder 18,3 Millionen Euro auf 684,4 Millionen Euro.

„Die Kirchensteuer ist und bleibt die dominante Einnahmeart des Erzbistums“, so Sobbeck. Die Einnahmen des vergangenen Jahres hätten in etwa auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahrs 2019 gelegen. Durch Inflation habe im selben Zeitraum zugleich die Kaufkraft um rund 15 Prozent abgenommen. Für das laufende Jahr liegen die Kirchensteuerzahlen laut Sobbeck bislang auf etwa demselben Niveau wie im Vorjahr.

Finanzbericht des Erzbistums Köln

Insgesamt stehen Aufwendungen von etwa 1,038 Milliarden Euro Erträge von rund 1,054 Milliarden Euro gegenüber. Die Bilanzsumme des Erzbistums ist laut Finanzbericht zum 31. Dezember auf rund 4,5 Milliarden Euro gestiegen.

Erste Einsparungen in der Verwaltung habe die Gründung des neuen Kita-Trägers Katholino zum 1. August 2025 gebracht. Sobbeck bezeichnete diesen als „einen unserer ganz großen Transformationsprozesse im Erzbistum Köln“. Nach und nach soll der Träger die Verwaltung aller Kindertagesstätten im Erzbistum übernehmen. Damit seien Einsparungen von jährlich rund 20 Millionen Euro verbunden, so Sobbeck.

2,1 Millionen für umstrittene Hochschule

Im vergangenen Jahr flossen rund 249 Millionen Euro in die pastoralen Einheiten des Erzbistums sowie weitere 85 Millionen Euro in andere pastorale Aufgaben wie Jugend- und Erwachsenenpastoral, geistliche Begleitung und internationale Gemeinden; 63 Millionen Euro kamen der Caritas zugute.

112 Millionen Euro gab das Erzbistum für Kitas, Schulen und Hochschulen. In die umstrittene Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) flossen davon rund 2,1 Millionen Euro und damit etwas weniger als die ursprünglich veranschlagten 2,2 Millionen Euro. Die Aufwendungen für die Hochschule setzten sich aus 1,7 Millionen Euro an Kirchensteuermitteln und 350.000 Euro aus Stiftungsvermögen zusammen. (kna)