Prägende Figur für Köln 20 Jahre im Amt: Dr. Michael Hampe (†87) ist tot

Dr. Michael Hampe, ehemaliger Opern-Intendant in Köln, ist verstorben. Das Foto zeigt ihn in schwarz gekleidet auf einem Stuhl.

Dr. Michael Hampe, ehemaliger Opern-Intendant in Köln, ist verstorben. Das Foto entstand während der Spielzeit 2020/21.

Traurige Nachrichten für die Kölner Oper: Ex-Intendant Dr. Michael Hampe ist im Alter von 87 Jahren in Zürich gestorben.

Zum Wochenstart ereilt Köln eine traurige Nachricht: Dr. Michael Hampe, 20 Jahre lang Intendant der Kölner Oper, ist tot. Wie die Oper am Montag mitteilte, sei Hampe schon am Freitag (18. November 2022) seiner Heimat Zürich verstorben. Er wurde 87 Jahre alt.

„20 Jahre lang, von 1975 bis 1995, prägte Michael Hampe als Intendant und stilbildender Regisseur eine ganze Ära der Oper Köln“, heißt es aus der alten Heimat. Besonders prägend war Hampes Blick über den Tellerrand. Durch Gastspiele und Kooperationen vernetzte sich Köln auf kultureller Ebene in die ganze Welt.

Köln: Ex-Opern-Intendant Dr. Michael Hampe im Alter von 87 Jahren verstorben

Kurz gesagt: „Unter seiner Leitung stieg die Oper Köln zu einem der führenden europäischen Opernhäuser auf.“

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Unter Fans sind etwa die Kölner Wagner- und Rossini-Inszenierungen unvergessen, ebenso wie Hampes Engagement für die Opern von Benjamin Britten (1913 bis 1976) und Leos Janáček (1854 bis 1928).

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Neben seiner eigentlichen Tätigkeit (Hampe war ausgebildeter Musiker, Schauspieler, Regisseur, Autor und promovierter Musikwissenschaftler) war Hampe ab 1977 auch als Professor an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln tätig.

Besonders sympathisch aus Kölner Sicht: Bis zuletzt blieb Michael Hampe der Oper Köln künstlerisch und persönlich verbunden. Mit „La Bohème“ (2015/16) „Fidelio“ (2016/17) und „Die Zauberflöte“ (2020/21) kehrte er als Regisseur ans Haus zurück.

Und auch dort blieb neben seinen beruflichen Qualitäten auch seine menschliche Wärme in Erinnerung.

Im öffentlichen Statement der Oper heißt es: „Auch im hohen Alter war er unermüdlich und mit Herzblut an der Arbeit und verfügte über nahezu unerschöpfliche Energien. Seine Warmherzigkeit wird uns immer in Erinnerung bleiben und sein Schaffen immer ein Teil der Oper Köln sein. Wir werden ihn sehr vermissen!“

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