Dass er noch lebt, ist ein Wunder Kölner Rapper meldet sich mit Schock-Video zurück

04_Explosion_DrKnarf_170206

Dr. Knarf alias Niko B. wurde bei der Explosion lebensgefährlich verletzt und lag monatelang im Koma. 

Köln – Die Explosion erschütterte die Kölner Innenstadt: Am 6. Februar 2017, vor fast drei Jahren, flog das Tonstudio des Kölner Rappers „Dr. Knarf” alias Niko B. (damals 32) in die Luft. 

Dr. Knarf: Kölner Rapper meldet sich mit Schock-Video zurück

Bei der Herstellung von Drogen – einem hochkonzentrierten Cannabisextrakt – waren Flaschen mit einem Butangas-Gemisch explodiert. Dr. Knarf und ein anwesender Kumpel (36) wurden schwerst verletzt aus dem Souterrain in den Innenhof geschleudert (hier mehr über den Fall lesen).

Die Folge: Der Kölner Rapper kämpfte um sein Leben, seine Chancen tendierten zwischenzeitlich gegen Null. Auch Ermittler und Ärzte gingen davon aus, dass es der Musiker nicht schaffen werde. Die Verletzungen waren zu schwer, unter anderem waren 40 Prozent seiner Haut verbrannt.

Dr. Knarf: Kölner Rapper äußert sich zu seinem Leidensweg

„Doch das war gar nicht das Schlimme”, erklärt der Rapper, der sich nun mit einem Video auf seiner Facebook-Seite zurückmeldet. Viel schlimmer sei es gewesen, dass er drei Monate im Koma lag und in der Zeit noch vier Schlaganfälle zu verkraften hatte.

Wie gezeichnet er von der schlimmen Tragödie ist, zeigt das Video: „Dr. Knarf” sitzt im Rollstuhl, wirkt, als müsse er sich für jedes Wort anstrengen. Auch sein Kopf ist schwer gezeichnet, auf der linken Seite ist eine XXL-Delle zu sehen. „Mein Gehirn ist so angewachsen, dass der Knochendeckel entfernt werden musste”, erklärt der Rapper. „Deswegen sieht mein Kopf so sympathisch aus.”

Dr. Knarf: Rapper will nach Explosion wieder Musik machen

Nun müsse er wieder laufen lernen, sein Körper sei halbseitig gelähmt. Aber: Der 35-Jährige gibt nicht auf, ganz im Gegenteil. „Ich mache auch wieder Mucke”, sagt er. Das Album „Prometheus” soll 2020 erscheinen.

Aber der Rapper schlägt auch selbstkritische Töne an: „Es ist klar, dass ich viele Fehler gemacht habe, die unter anderem zu der Explosion geführt haben. Aber weil da noch ein laufendes Strafverfahren anhängt, möchte ich da weiter nichts zu sagen.”

Die wichtigste Botschaft ist aber angekommen: „Dr. Knarf” lebt noch, wenn auch von der Explosion gezeichnet. Er kämpft sich zurück ins Leben und sogar seine Musik soll weiterhin eine große Rolle spielen. (tw)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.