Eklat auf DLRG-Jugendfreizeit Kölner Teenie-Betreuer (46) in Spanien festgenommen 

Ein Mann fast einer Frau ans Knie

Ein Kölner Betreuer soll sich an einem 12-jährigen Mädchen und einer jungen Frau (18) vergangen haben. Das undatierte Symbolfoto steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Fall.

Was geschah wirklich im Ferienparadies Canet de Mar in der Nähe von Barcelona? Dort hat die spanische Polizei einen Begleiter einer Kölner Ferienfreizeit festgenommen.

Es sollten schöne Tage werden für die Gruppe von Kindern und Jugendliche der DLRG Köln: Gemeinsam ging es auf Ferienfreizeit nach Canet de Mar, rund 30 Kilometer entfernt von Barcelona.

Doch dann gab es einen Polizeieinsatz im Örtchen Maresme, bei dem die Handschellen klickten. Der Grund: Ein 46-jähriger Betreuer soll sich an zwei mitreisenden Mädchen vergangen haben. Die mutmaßlichen Opfer hatten die Polizei selbst informiert.

Wie spanische Medien berichten, sei ein 46-Jähriger dann am 31. Juli vorläufig aufgrund des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer 12-jährigen und einer 18-jährigen festgenommen worden. Er verbrachte die Nacht in der Zelle und wurde später einem Richter in der Gemeinde Arenys de Mar vorgeführt. Dieser entschied, dass der Mann zurück nach Köln reisen darf.

Inzwischen soll er sich nah EXPRESS.de-Informationen auch wieder in Deutschland aufhalten. Die Ferienfreizeit wurde am 1. August abgebrochen.

DLRG Köln: Betreuer in Barcelona auf Jugendfreizeit festgenommen

Die spanische Polizei bestätigt die Ermittlungen. „Wir schließen nicht aus, dass es mehrere Opfer geben könnte“, so ein Sprecher. Es soll sich bei der Tat um „nicht einvernehmliche Berührungen“ gehandelt haben.

Auch die DLRG bestätigt den Vorfall und teilt mit: „Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat mit Bestürzung auf die Ereignisse auf einer Ferienfreizeit der DLRG Ortsgruppe Köln rechtsrheinisch Süd in Spanien reagiert. Diese war am Montag (1.8.) vorzeitig abgebrochen worden, nachdem Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zwei Betreuerinnen den Vorwurf von Übergriffigkeit und sexueller Belästigung gegen einen Betreuer erhoben hatten.“

Und weiter: „Die DLRG ist betroffen über die Vorgänge bei dieser Ferienfreizeit. Der Schutz gerade anvertrauter Kinder und Jugendlicher in der Kinder- und Jugendarbeit sowie bei der Ausbildung im Schwimmen und Rettungsschwimmen ist für die Hilfsorganisation von sehr hoher Bedeutung.“

Man habe der Gruppe einen Bus organisiert, der sie schnellstmöglich nach Deutschland zurückgebracht habe. Und man sei auch weiter aktiv geworden. „Zur Betreuung der Kinder und Eltern sowie für dazugehörige qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsangebote hat die DLRG den Verein Zartbitter e.V. gewinnen können. Dessen Expertinnen und Experten begleiteten die Übergabe der Kinder und Jugendlichen an die Eltern und werden im Weiteren geplante Elternabende betreuen sowie individuelle Beratung anbieten.“

Auch will man nun schauen, wie es mit dem Betreuer weiter geht. „Die DLRG wird den Sachverhalt aufklären und dabei neben internen Maßnahmen auch eine rechtliche Prüfung des Verhaltens des Betreuers anstoßen.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.