Mit Corona infiziert Kölner Ballermann-Star klagt: „Nie mehr Ischgl“

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Die Reisegruppe aus Köln und Umgebung bei der Ankunft in Ischgl 2020

Köln – Chaos in Österreich - und ein Kölner Ballermann-Star mittendrin...

Längst ist bekannt, dass in Tirol der Partybetrieb angesichts des Corona-Wahnsinns viel zu lange und verantwortungslos aufrecht erhalten wurde. Aufs Konto der Après-Ski-Hochburg Ischgl und Umgebung sollen inzwischen 600 Infektionen gehen.

Hier werden längst nicht nur Vorwürfe, sondern auch Ansprüche laut.

EXPRESS berichtete bereits von einer Kölner Reisegruppe, die sich vor Ort ansteckte und nun einer Sammelklage anschloss.

Hier lesen Sie mehr: Ischgl-Reisegruppe aus Köln klagt

Nun folgt mit Tim Toupet (48) ein prominentes, weiteres Beispiel, das ebenso klagt.

Denn der beliebte Malle-Star steckte sich mit seiner Urlaubs-Truppe ebenfalls in Ischgl an und gehört ebenso zu den 2500 Unterzeichnern der Sammelklage, die EXPRESS vorliegt.

20 Personen auf Intensivstation

„Wir haben, nach fünf Tagen Sammlung, bereits über 2500 Betroffene, die sich gemeldet haben. Den Schwerpunkt bilden derzeit deutsche Urlauber mit rund 90 % der Meldungen. Bislang betreffen rund 90% der Meldungen Ischgl und das Paznauntal. Die Mehrzahl der Personen befindet sich im Heimquarantäne, aber rund 20 Personen liegen auch auf Intensivstationen“, heißt es darin.

Mit Tim Toupet war der Kölner Getränkehändler Ismail Calis auf der Partyhütte dabei.

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Party on! Hier war die Welt im Partyort noch in Ordnung.

Er schildert dem EXPRESS: „Wir sind am 1. März mit acht Personen eingereist. Vor Ort haben wir zumindest zunächst nichts gespürt, natürlich waren wir in allen Après-Ski-Bars wie dem Kuhstall. Nach drei Tagen war der erste Kumpel erkältet im Hotel. Am sechsten Tag bin ich selbst mit einem Kollegen zurückgefahren und habe schon das Fieber gespürt. Tags darauf lag ich flach."

Kölner nach Corona-Infektion in Ischgl: Ich fühlte mich halbtot!

Der Kölner weiter zum EXPRESS: „Der Test in der Uniklinik Köln war dann positiv. Ich hatte das volle Programm: Gliederschmerzen, Fieber. Ich konnte mich nicht bewegen, hatte Schüttelfrost. Ich hatte sieben Tage lang jeden Tag über 40 Grad Fieber. Das ist wirklich nicht lustig."

Einmal sei er auf dem Weg ins Bad ohnmächtig geworden. Der Rettungswagen sei gekommen. Da der Kölner kaum noch Luft bekommen habe, hätten die Ärzte gesagt: „Wir lassen Sie besser hier, die in den Krankenhäusern sind noch schlimmer dran."

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Tim Toupet happy im Urlaub. Doch die Stimmung sollte bald kippen...

Ismail Calis: „Meine schwangere Frau ist auch positiv, meine beiden Kinder nicht. Zum Glück geht es meiner Frau gut, ich selbst fühlte mich 14 Tage wie halbtot. Erst jetzt geht es mir besser. Von acht, die wir da waren, sind sieben positiv. Sie haben es leichter verkraftet als ich, hatten leichtes Fieber und Husten."

Ballermann-Star Tim Toupet: Nie mehr Ischgl!

Auch Toupet war positiv. Er steckte seine Freundin an.

Er sagt dem EXPRESS: „Ich hatte Glieder- und Kopfschmerzen, habe Ibuprofen genommen. Ich hab es wunderbar überlebt und habe mich noch mal testen lassen, das war dann negativ. Ischgl ist ein Ort, wo ich nicht mehr hinfahren werde."

Der Kölner Ballermann-Star weiter: „Es ist viel zu voll, und jetzt weiß man ja, dass die Bescheid wussten, dass es Infizierte gibt. Es gab ja nicht mal Hinweise darauf vor Ort, dass man selbst hätte entscheiden können, ob man sich dem Risiko aussetzt oder nicht."

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