Coronavirus-Welle Dufte Hygiene aus Köln: Warum jetzt 4711 die Welt retten kann

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Echt Kölnisch Wasser als Hygienespray – wäre eine Idee.

Köln – Hygienisch, sauber und rein sollten die Hände sein, angesichts der drohenden Coronavirus-Welle sind Desinfektionsmittel gefragt wie nie.

Jetzt könnte eine mehr als 200 Jahre alte, weltberühmte Allzweckwaffe aus dem Herzen Kölns im Kampf gegen die weltweite Epidemie helfen - und ein spektakuläres Comeback erleben: Das Echt Kölnisch Wasser.

Zur Auswahl stehen gleich zwei dufte Wundermittel: Das legendäre 4711. Oder das berühmte Original, „Farina 1709“.

„Der Alkoholgehalt bei uns liegt bei rund 85 Prozent. Wer sich damit die Hände einreibt, ist auf der sicheren Seite. Dann sind die Finger sauber und duften frisch – und alle Bakterien sind tot“, sagt Parfüm-Erbe Johann Maria Farina (61) zum EXPRESS.

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„So hielten sich schon unsere Kunden im Barockzeitalter, wo man sich nicht häufig wusch, frei von Krankheiten.“

Coronavirus in Köln: Kölnisch Wasser als Desinfektionsmittel

Der Inhaber des Duftmuseums in der Kölner Altstadt räumt jedoch ein: „So ein Eau de Cologne-Spray ist natürlich nicht so billig wie Sagrotan. Wer sich damit nur die Hände desinfizieren will, gehört wohl eher nach Monaco als nach Köln.“

Etwas preiswerter wegen der Massenproduktion ist da schon 4711, das an der Glockengasse sein Hauptgeschäft hat und von Mäurer & Wirtz in Stolberg produziert wird.

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Johann Maria Farina.

Sprecherin Anna Sophia Lasos betont, dass „auch würziger Rosmarin, dessen desinfizierende Eigenschaften aus der Aromatherapie bekannt sind“, gegen Corona-Viren helfen könnte. „Der hohe Alkoholgehalt trägt ebenfalls zur reinigenden Wirkung bei.“

Duftmuseum Farina und 4711 in Sorge vor Tourismus-Flaute

Klar ist: Farina und 4711 leben von Touristen, die täglich die historische Erlebniswelten besuchen und Duftwasser als Souvenir mit in die Heimat exportieren. Besonders Chinesen lieben das Kölner Zitrus-Parfüm. Doch Corona wird voraussichtlich besonders den Tourismus hart treffen und bei den Parfümeuren für Umsatzeinbrüche sorgen.

„Ich sehe da sehr dunkle Wolken am Horizont“, meint Farina. „Ich habe vier chinesische Mitarbeiter und biete täglich eine Führung auf Chinesisch an. Wir sind auf die Touristen angewiesen.“ Auch das Duft-Geschäft könnte ins Stocken geraten: Die Internationale Leitmesse für Parfümerie und Kosmetik, die „Cosmoprof 2020“ in Bologna mit mehr als 250.000 Besuchern, wurde nun für März abgesagt und auf Juni verschoben.

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